Alfred Joseph (1888 - 1956)

Alfred Joseph wurde am 12.03.1888 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Rotterdam, New York, KZ Buchenwald.

Seine Eltern waren Joseph Karoline geb. Steinhardt (08.10.1841–01.11.1918) und Joseph Mayer(Meier) (14.10.1841–nach 1922).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Joseph Margarete geb. Putz, die Ehe wurde am 1913 in Wuerzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Joseph Hans Berthold (10.06.1914–30.12.1971) und Joseph Fred (18.10.1911–21.01.1943).

Er starb am 26.02.1956 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Alfred Joseph wuchs in der kinderreichen Familie des Viehhändlers Mayer Joseph und dessen Ehefrau Karoline in Würzburg auf. Nach der Volksschule in Würzburg machte er eine kaufmännische Berufsausbildung in Nürnberg und arbeitete dann in verschiedenen Städten. Erster Weltkrieg: Bei Kriegsausbruch 1914 in Mannheim eingezogen; Einsatz an der serbischen Front, 1916 schwer verwundet. Alferd Joseph trat nach dem Krieg in das Schneidergeschäft des nichtjüd. Schwiegervaters in Würzburg ein; nach dessen Tod führte er es als Inhaber weiter (Firma "Johann Putz"; im Wohnhaus Bibrastraße 2 1/2). Anhänger der Bayerischen Volkspartei (Bayerische Volkspartei). NS-Zeit: Alfred Joseph wurde im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 6.Dezember wurde er aus der "Schutzhaft" im KZ Buchenwald entlassen. Er emigrierte im Februar 1939 nach Rotterdam; die pflegebedürftige Ehefrau blieb in Würzburg zurück. Nach der deutschen Besetzung wurde er in ein KZ deportiert. Der ab 1944 verwitwete Alfred Joseph überlebte den Holocaust und wanderte im August 1947 nach New York aus, wo er weiter als Schneider arbeitete; Überfahrt von Rotterdam auf dem Schiff "Norwalk Victory"; als letzte Adresse des staatenlosen Mannes wird Amsterdam angegeben. [1019] Alfred lebte mit seiner zweiten Partnerin Elise Kugelmann in New York. Er verstarb 1956 in New York mit 67 Jahren.[1016] Seine Söhne Fred und Hans, "Halbjuden" nach NS-Kriterien, engagierten sich in Würzburger katholischen Organisationen. Fred Joseph wurde in Auschwitz ermordet. Alfred Joseph war in den Niederlanden mit Otto Frank befreundet; der überlebende Vater von Anne Frank, dankte ihm in einem Brief vom September 1947 nach New York für die im Exil gewährte Unterstützung. Quelle: Main-Post, 21.11.2018: Als Anne Franks Vater sich bedankte.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.