Jakob Kahn wurde am 26.11.1873 in Altenstadt (Iller) geboren und lebte in Altenstadt (Iller), Würzburg, Dresden, Zirndorf.
Seine Eltern waren Kahn Bertha geb. Guggenheimer (um 1850) und Kahn Michael (um 1850–vor 1921).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kahn Josefine geb. Hassl, die Ehe wurde am 1907 in Würzburg geschlossen.
Er war in 2. Ehe verheiratet mit Kahn Emma geb. Dieterich, die Ehe wurde am 1927 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Kahn Ernst (16.05.1909), Kahn Berta (18.03.1908), Kahn Manfred (25.02.1912–13.08.1942) und Kahn Rudolf (28.10.1906).
Er starb am 16.03.1945 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. In der Lehrerfamilie Michael und Bertha Kahn in der bayerisch-schwäbischen Marktgemeinde Altenstadt/Iller und in der mittelfränkischen Kreisstadt Zirndorf aufgewachsen. Er zog um 1907 nach Würzburg und arbeitete wohl lange Zeit für die Textilwarenfirma "M. Kahn & Co." (Julius Kahn); Buchhalter, Prokurist; zuletzt als Handelsvertreter tätig. Erster Weltkrieg: Kriegsdienst, Kriegsteilnehmer. NS-Regime: Jakob Kahn kam, als Partner einer "Mischehe", wohl im Oktober 1941 mit anderen nach NS-Kriterien "Privilegierten Juden" in das "Judenhaus" Domerschulstraße 25; dort wurde auch seine bei ihm wohnende Schwester Auguste Kahn eingewiesen. In erster und zweiter Ehe war er mit nichtjüd. Frauen verheiratet; seine vier Kinder aus erster Ehe wuchsen anscheinend katholisch auf oder konvertierten. [1016] Jakob Kahn kam beim Bombenangriff auf Würzburg am 16. März 1945 ums Leben. Quelle: -Roland Flade, Jüdische Familiengeschichten aus Unterfranken, 2015, 206: Augenzeugenbericht von John Schwabacher.