Alfred Katzmann wurde am 03.01.1895 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Katzmann Hermann (06.01.1856–12.05.1932) und Katzmann Lina geb. Seller (14.04.1864–12.01.1930).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Katzmann Hedy geb. Reiss, die Ehe wurde am 1920 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Schweitzer Ursula geb. Katzmann (14.06.1922–24.11.1998) und Katzmann John geb. Hanns (17.06.1926–05.03.2019).
Er starb am 10.11.1938 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. In der Familie Hermann und Lina Katzmann in der Stadt Würzburg aufgewachsen. Er besuchte hier die Volksschule und sechs Jahre die Oberrealschule (Röntgen-Gymnasium Würzburg) bis zum Abschluss Mittlere Reife. Danach machte er eine kaufmännische Lehre, vermutlich in dem 1878 gegründeten Familienbetrieb "H. A. Fränkel sen." (Textilwarengroßhandel, Marcusstraße 7). Erster Weltkrieg: 1915 Kriegsfreiwilliger, Offiziersanwärter; 1918 verwundet, Auszeichnung: EK II (Eisernes Kreuz); Artillerist, Diensteinheit Königlich Bayerisches 11. Feldartillerie-Regiment (Würzburg). Alfred übernahm 1919 mit dem Bruder Julius die Familienfirma. Mitglied im Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten, Geselligkeitsvereine "Club 1912" und "Gesellschaft Casino" Würzburg, Jüd. Schulverein, Jüd. Turn- und Sportverein Würzburg. Nach der Machtergreifung wachsender NS-Zugriff auf das bedeutende Geschäft (1933 35 Angestellte). Im November 1933 (ergebnislose) Anzeige der NSBO wegen Nichtübertragung einer Führerrede im Betrieb. Im Januar 1936 Gestapo-Ermittlungen wegen "getarnten" Versandes; im April des Jahres kam er mit dem Bruder für kurze Zeit in "Schutzhaft". Alfred Katzmann, ein überzeugter Patriot und als sozial eingestellter Arbeitgeber weithin geschätzt, stürzte sich in der Pogromnacht 1938 aus seiner Wohnung, als SA-Leute eindrangen. [1016] Quelle: -jewishgen.org (Bayerisches Hauptstaatsarchiv München, Kriegstammrollen, 1914-1918).