John Katzmann geb. Hanns wurde am 17.06.1926 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, New York, Berlin, Fort Lee, NJ, Forest Hills, Japan, Philippinen, Portugal, Spanien, Frankreich.
Seine Eltern waren Katzmann Alfred (03.01.1895–10.11.1938) und Katzmann Hedy geb. Reiss (17.04.1899–Juli 1981).
Er starb am 05.03.2019 in Fort Lee.
Weitere Angaben aus den Quellen: Als jüngeres von zwei Kindern in der Familie Alfred und Hedy Katzmann in der Stadt Würzburg aufgewachsen. Seine Schwester Ursula besuchte ab 1936 ein Internat in der Schweiz. Als sein Vater im Zuge des Novemberpogroms sein Leben verlor, fasste er im Februar 1941 den Entschluss, gemeinsam mit seiner Mutter nach New York zu emigrieren. Vom Tod seiner Großtante Ida Freudenberger, die in Theresienstadt ermordet wurde, erfuhr er erst viel später. Seine Großmutter Sofie Reiss hatte den Freitod gewählt, um nicht deportiert zu werden, Der 14-Jährige und seine Mutter gelangten über Frankreich und Portugal nach Spanien. Er befürchtete, dass sein Zug jedes Mal, wenn er langsamer wurde, in ein Konzentrationslager umgeleitet wurde. Doch die Flucht gelang und als die beiden im März 1941 auf dem Weg nach New York die Freiheitsstatue passierten, hatte sich dieses Bild in sein Gedächtnis eingebrannt. Noch Jahrzehnte später schilderte er seinem Enkel: „Wir sind über den Hafen gekommen und ich habe die Freiheitsstatue gesehen. [...] Du weißt nicht, wie es sich nach der Unterdrückung und Verwüstung anfühlte, was für ein wunderbares Gefühl es war, frei zu sein und sich auf etwas zu freuen.“ Zunächst lebten Hanns und Hedy Katzmann für lange Zeit in Forest Hills im Stadtbezirk Queens. Er lernte schnell Englisch und bekam an der Benjamin Franklin High School in Manhattan den Status eines Salutators. Nach seinem Abschluss wollte er zum Militär. Als kleiner junger Mann trank er reichlich Milch, um sicherzustellen, dass er nicht wegen Untergewicht abgelehnt würde. Es funktionierte: Katzmann wurde 1944 verschifft und diente in der US-Army in Japan und auf den Philippinen. Seitdem hatte er die US-Staatsbürgerschaft und nannte sich nicht mehr Hanns, sondern John. Als er nach dem Krieg nach Hause zurückkehrte, schrieb er sich an der Ingenieurschule der University Heights in der Bronx auf der GI Bill ein - er gehörte zu den Zehntausenden von Veteranen, die an dieser späteren New York University (NYU) in einem der größten Einschreibungsschübe studiert hatten. Nachts besuchte John Katzmann die Uni, tagsüber arbeitete er bei der Freed Transformer Company und erhielt 1956 seinen Bachelor of Electrical Engineering. Er wurde Qualitätskontrollmanager bei der Freed Electronic Transformer Company, zunächst in Manhattan und dann in Ridgewood, Queens. Schließlich war er für dieselbe Firma als Supervisor in Paterson, New Jersey, angestellt, wo er 40 Jahre lang in leitender Position arbeitete. Außerdem war er Berater bei Pico Electronics in Pelham, NY. Er hatte einen brillanten analytischen Verstand und ein Talent für Präzision. Katzmann liebte Broadway-Musicals, die Tribünenplätze im Yankee Stadium und die Metropolitan Opera. Als Befürworter von Bildung und Lehre war er in der United Parents Association aktiv und übernahm eine Führungsrolle in deren Gesetzgebungsarbeit. Am wichtigsten war ihm jedoch, dass er seine Familie verehrte: seine Frau Sylvia, mit der er mehr als 68 Jahre verheiratete war, seine drei Söhne, eine Tochter und sechs Enkelkinder. In einem Jahrbuch stand über Katzmann, er sei „berühmt dafür, nicht berühmt gewesen zu sein.“.