Therese Kleemann geb. Engländer (1881 - 1943)

Therese Kleemann geb. Engländer wurde am 01.04.1881 in Oettingen in Bayern geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Oettingen, Würzburg, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Engländer Klara geb. Kronheimer (24.06.1847–August 1933) und Engländer Simon (31.03.1837–um 1917).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Kleemann Hermann, die Ehe wurde am 1902 geschlossen.

Ihre Kinder waren Kleemann Justin (06.09.1903–20.12.1976), Silberman Else geb. Kleemann (22.04.1910–20.02.2001) und Marx Cäcilie geb. Kleemann (31.03.1907).

Sie starb am 1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hausfrau. Sie wuchs in der Viehhändlerfamilie Simon und Klara Engländer in der schwäbischen Kleinstadt Oettingen auf. Nach der Volksschule und Fortbildungsschule (Berufsschule) lebte sie dort im Haushalt der Eltern bis zur Heirat mit dem vermögenden Kaufmann Hermann Kleemann im Jahr 1902 , seitdem in der Stadt Würzburg. Sie blieb hier nach dem Tod des Ehemannes 1937 und der Emigration ihrer Kinder Justin, Cäcilie, und Else allein zurück. Ihre Emigrationsbemühungen scheiterten (1941 USA). Therese Kleemann wurde ihres beträchtlichen Vermögens beraubt; nach dem Novemberpogrom 1938 musste sie bei einem geschätzten Vermögen von über 300.000 Reichsmark 97.200 RM als "Sicherheit für die Reichsfluchtsteuer" leisten. Im September 1941 wurde sie aus ihrer langjährigen Wohnung in der Seelbergstraße 5 gewiesen und war später in beengten Verhältnissen in den jüd. Heimen Konradstraße 3 und Bibrastraße 6 untergebracht ("Judenhaus"). Sie erledigte zu diesem Zeitpunkt Näharbeiten für die Jüd. Gemeinde. Im März 1942 wurde sie von einem SS-Mann bei der Gestapo-Stelle Würzburg angezeigt, weil sie zwei Jungen, die sie (inzwischen äusserlich mit dem "Judenstern" gekennzeichnet) mit Schneebällen bewarfen, als "Lausbuben" bezeichnete; Verwarnung. Am 17.Juni 1943 wurde sie in der letzten großen Deportation von Würzburg ins Vernichtungslager Auschwitz deportiert. [1016][1003][1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.