Jonas Königshöfer wurde am 17.09.1873 in Frankfurt geboren und lebte in Frankfurt am Main, Würzburg, Kopenhagen, Schweden.
Seine Eltern waren Königshöfer Helene geb. Schönfeld (um 1850) und Königshöfer Samuel (um 1850).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Königshöfer Recha (Rachel) geb. Bamberger, die Ehe wurde am 05.08.1912 in Würzburg geschlossen.
Seine Kinder waren Königshöfer Nathan (05.11.1920), Koplowitz Martel (Martha) geb. Königshöfer (15.08.1915) und Königshöfer Kela (31.01.1917–09.03.1918).
Er starb am Aug. 1946 in Copenhagen.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. In der Familie eines Schächters in der hessischen Großstadt Frankfurt aufgewachsen. Er besuchte dort die Jüd. Realschule; krankheitshalber aufgegeben. Es folgten eine Lehre und die achtjährige Anstellung im Kurzwarengeschäft "Gutmann & Marx" in Frankfurt, danach war er als Handelsvertreter tätig. Erster Weltkrieg: Kriegsteilnehmer ab April 1916; acht Monate an der Front. Jonas Königshöfer zog um 1927 mit der Ehefrau und den Kindern Martha und Nathan nach Würzburg und eröffnete hier ein Geschäft für Molkereiprodukte (Büttnerstraße10; Koschermilch-Vertrieb); er brachte morgens die Milch zu seinen orthodoxen Kunden, danach führte er sein kleines Ladengeschäft für koschere Käse- und Milchprodukte. Im Novemberpogrom 1938 wurde er festgenommen; nach drei Tagen entlassen; er wurde wohl milder behandelt wegen seiner Eigenschaft als "Frontkämpfer" des I.Weltkriegs. Aus seinem Wohnhaus Bibrastraße 17, einem ehemaligen Rabbinersitz, in dem sich auch eine Gebetsstätte befand, wurden alle jüd. Bücher auf die Straße geworfen. Am 30.November 1938 bei der Gestapo-Stelle Würzburg denunziert, weil er den Betriebsleiter der Würzburger Milchzentrale, der ihn angepöbelt hatte, "den Vogel zeigte" (Jemandem einen Vogel zeigen); sechs Tage in Polizeihaft im Gerichtsgefängnis Würzburg. Im September 1939 emigrierte er mit seiner Ehefrau und der Schwiegermutter Hanna Bamberger, einer dänischen Staatsangehörigen, nach Kopenhagen. Im Oktober 1943 Flucht nach Schweden; bei Kriegsende zurück nach Kopenhagen (Rettung der dänischen Juden). [1016].