Nathan Königshöfer wurde am 05.11.1920 in Frankfurt geboren und lebte in Frankfurt am Main, Würzburg, Kopenhagen, Schweden, Davos.
Seine Eltern waren Königshöfer Jonas (17.09.1873–Aug. 1946) und Königshöfer Recha (Rachel) geb. Bamberger (24.04.1885–01.01.1981).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Königshöfer Inger geb. Cohn, die Ehe wurde am 1947 in Copenhagen geschlossen.
Seine Kinder waren Königshöfer Anette (05.03.1962), Königshöfer Jörgen Jona (15.08.1949) und Königshöfer Lillian (16.12.1952).
Weitere Angaben aus den Quellen: Hotelier. Er kam um 1927 mit den Eltern Jonas und Recha Königshöfer von Frankfurt nach Würzburg. Nach der Jüd. Volksschule besuchte er hier das Neue Gymnasium; ab 1933 die Isr. Lehrerbildungsanstalt. Mitglied im Jüd. Turn- und Sportverein, religiöser Jugendbund "Noar Agudati" (Jüdische Jugendbewegung), Würzburg. 1935 ging er an die Jeschiwa in Frankfurt, um ein Zertifikat für die Jugend-Alija nach Palästina zu bekommen; als dies nicht gelang, nach einem Jahr zurück auf die ILBA Würzburg. Die Abgeschirmtheit des Schulalltags machte das Leben, trotz der schlimmen Verhältnisse außerhalb, erträglich. Auf dem Nachhauseweg kam es aber zu Anpöbelungen und Überfällen. Die Eltern beschlossen, daß er so bald wie möglich das Land verlassen sollte. Aus verwandtschaftlichen und sprachlichen Gründen bot sich Dänemark an. Nathan Könighöfer verließ Würzburg im Juni 1938 mit einem für Dänemark und Palästina gültigen Kinderausweis. Er wurde an der Grenze festgehalten und lebte dann zwei Monate illegal in Hamburg bis zur offiziellen Einreise- und Arbeitserlaubnis (als unbezahlter landwirtschaftlicher Schüler) für Dänemark. Im Oktober 1943 Flucht nach Schweden (Rettung der dänischen Juden); Fortsetzung der Ausbildung. Nach dem Krieg ein Jahr Lehrer in einem schwedischen Flüchtlingsheim für Kinder, die aus den KZ gerettet wurden; Fortbildung, Examen in Ökonomie und Buchhaltung. Von 1946 bis 1966 arbeitete er als Kontorchef für Ex- und Import in Kopenhagen; dann dort als Hoteldirektor. 1973 Übersiedlung in die Schweiz; bis 1991 leitete er als Direktor das traditionsreiche jüd.-orthodoxe Sanatorium "Etania" im Kurort Davos, in dem auch viele ehemalige Würzburger Juden ihre Ferien verbrachten. [1016][1023; Davos].