Julius Kürzinger wurde am 23.06.1860 in Marktbreit geboren und lebte in Marktbreit, Würzburg.
Seine Eltern waren Kürzinger, Kuerzinger Babette (Barbara) geb. Kahn (25.08.1831–10.05.1893) und Kürzinger, Kuerzinger Josef (Joseph), Joseph (04.02.1818–05.12.1893).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Kürzinger Helene geb. Seller, die Ehe wurde am 1893 geschlossen.
Seine Kinder waren Kürzinger, Kuerzinger Richard Josef (17.12.1895–23.11.1915), Zorek Harriet geb. Kuerzinger Henny (22.01.1897–Februar 1984) und Werth (Wertheimer) Alice Babette geb. Kürzinger (23.07.1894–Dez. 1981).
Er starb am 04.03.1942 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Weinhändler; Privatier. Julius Kürzinger wuchs in der Fmilie Josef und Babette Kürzinger in der unterfränkischen Kleinstadt Marktbreit, Landkreis Kitzingen, und, ab 1873, in Würzburg auf. 1893 erhielt er mit seiner Heirat das Heimatrecht, 1896 das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Mit dem Bruder Bernhard erbte er den elterlichen Haus- und Grundbesitz und war Teilhaber im Familiengeschäft; später Firma "Bernhard Kürzinger". Er übernahm 1910 auch die Weinhandlung, -agentur des Bruders Ludwig in Frankfurt); daneben war er zeitweise als Bank- und Immobilienagent tätig. Erster Weltkrieg: König Ludwig-Kreuz und andere Auszeichnungen für Kriegsverdienste. Um 1925 trat Julius Kürzinger in den Ruhestand. Im NS-Regime wurde er wiederholt persönlich verfolgt: Im März 1936 von der antisemitischen Hetzzeitung "Der Stürmer" wegen eines angeblichen überteuerten Hausverkaufs angegriffen; Gestapo-Vernehmung und kurze Inhaftierung(?); im November 1936 Anzeige, Geldstrafe wegen angeblichen Mietwuchers; November 1941 Geldstrafe wegen "Devisenvergehen". Der wohlhabende Geschäftsmann lebte zuletzt mit seiner Ehefrau in einem Zimmer des Jüd. Altersheims in der Konradstraße 3. Er verlor sein beträchtliches Restvermögen von 10.000 Reichsmark (Aktion 3). Seit längerem erkrankt, starb er im März 1942 im 82.Lebensjahr in Würzburg. Seine Witwe wurde im September 1942 ins Theresienstadt deportiert. [1016].