Julie Lassmann (1905 - 1943)

Julie Lassmann wurde am 18.03.1905 in Hainsfarth geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Hainsfarth, Harburg, Westheim bei Hammelburg, Rimpar, Würzburg, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Lassmann Maier, Froin, Israel (04.12.1872–22.03.1941) und Lassmann Sara geb. Villut (1933).

Sie starb am 1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Julie Lassmann wuchs in der Familie des Kultusbeamten Maier Lassmann und seiner Ehefrau Sara, geb. Villut in der bayerisch-schwäbischen Gemeinde Hainsfarth auf. Die Familie begleitete die beruflichen Stationen des Vaters in Harburg (1920), Westheim bei Hammelburg (1925) und Rimpar bei Würzburg (1929). Julie Lassmann absolvierte eine Höhere Bildung und war eine staatlich geprüfte Fremdsprachenlehrerin (Fremdsprachenunterricht). Darüber hinaus war sie eine geübte Klaverspielerin und Sängerin, vielleicht auch als Musiklehrerin tätig. Während ihres Aufenthalts in Rimpar trat die im Dorfleben engagierte junge Frau außerdem mit Zeitungsbeiträgen hervor. Um 1935 zog sie in die nahe Stadt Würzburg. Sie war hier Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Später hielt sie im Auftrag der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde) Fremdsprachenkurse zur Vorbereitung der Emigration. Nach 1939 folgte die Zwangsarbeit als Hilfsnäherin in einer Uniformfabrik in Würzburg. Am 17. Juni 1943 wurde sie von ihrer letzten beengten Unterkunft("Judenhaus") im "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 nach Auschwitz deportiert und dort ermordet. Julie hatte zwei Schwestern: ihre ältere Schwester Natalie Heinemann (*1899) war Journalistin in Prag und wurde wohl von dort ins Ghetto Lodz deportiert, ihre Schwester Chana emigrierte nach Palästina. [1016][1003][1005][1023; Rimpar].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.