Justin Lehmann (1890 - 1961)

Justin Lehmann wurde am 12.04.1890 in Schweinfurt geboren und lebte in Schweinfurt, Würzburg, Regensburg, USA, St. Louis, MO.

Seine Eltern waren Lehmann Julius (20.03.1859–10.02.1912) und Lehmann Adelheid geb. Frank (17.04.1864–31.03.1944).

Er starb am 12.04.1961 in St. Louis.

Die Grabstätte befindet sich im "University City - Ohave Sholom Cem.".

Weitere Angaben aus den Quellen: Dr. Justin Lehmann wuchs in der Fabrikantenfamilie Julius und link(Adelheid Lehmann (Frank)#40602) [1065] in Schweinfurt auf. Er studierte zwischen 1910 und 1913 Rechtswissenschaften an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg, daneben in Berlin und München; 1914 Promotion Würzburg. Mitglied in der Jüd. Studentenverbindung "Salia" Würzburg. I. Weltkrieg: Frontkämpfer; Einheit Königlich Bayerisches 11. Feldartillerie-Regiment; Kriegsdienst in Würzburg; Unteroffizier. Nach dem Vorbereitungsdienst und der juristischen Staatsprüfung (1920) erhielt Dr. Lehmann 1921 die Zulassung als Rechtsanwalt in Regensburg. Er war dort Ortsvorsitzender des Central-Verein deutscher Staatsbürger jüdischen Glaubens und des Isr. Turn- und Sportvereins (Jüdische Sportorganisationen). NS-Zeit: 1933 "Schutzhaft", um die Auflösung seiner Kanzleigemeinschaft mit einem nichtjüd. Kollegen zu erzwingen; in den Folgejahren wirtschaftlicher Niedergang. Justin Lehmann emigrierte mit seiner Familie im Oktober 1937 in die USA; Überfahrt von Hamburg nach New York auf dem Schiff "Washington". Justin Lehmann, seine Frau Suse und die Kinder Walter und Nora wurden 1940 in St. Louis (Missouri) registriert. [1019] Aufbau einer neuen beruflichen Existenz; Ausweicharbeit als Abteilungsleiter einer Krawattenfabrik. [1016] Seine verwitwete Mutter Adelheid Lehmann in Schweinfurt wurde 1942 nach Theresienstadt deportiert. [1021] Justin Lehmann verstarb 1961 mit 71 Jahren in St. Louis und wurde wie seine Frau Suse (Jeremias) (1901-1949) und die Tochter Nora Lehmann (1929-1958) im benachbarten University City beigesetzt. [1065] Quellen: -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933, 2006, 111, 283. -Zuschrift Elisabeth Böhrer, 05.06.2020.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.