Ludwig Loeb, Löb (1887 - 1941)

Ludwig Loeb, Löb wurde am 30.05.1887 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Aachen, Berlin, KZ Buchenwald, KZ Sachsenhausen, KZ Dachau. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Loeb Hedwig geb. Oppenheimer (01.03.1854–10.11.1942) und Loeb Moses Karl (Carl) (15.12.1848–25.01.1926).

Er starb am 25.01.1941 in KZ Dachau.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann, Handelsvertreter. Ludwig Loeb wuchs in der Kaufmannsfamilie Moses Karl und Hedwig Loeb in Würzburg auf. Er besuchte hier die Jüd. Volksschule und das Neue Gymnasium bis zum "Einjährigen" (Abschluss Mittlere Reife). Im Anschluss von 1903 bis 1906 kaufmännische Lehre, Handlungsgehilfe in der Würzburger Textilwarenfirma "S.M. Bär". Um 1906 bis 1912 Lagerist bei einer Firma in Aachen, anschließend Lagerist in Berlin (Kaufhaus Tietz, Hertie Waren- und Kaufhaus) und Nürnberg. 1914 kehrte er nach Würzburg zurück und arbeitete wieder bei S.M. Bär. I. Weltkrieg:1915 bis 1918 Kriegsteilnehmer mit Auszeichnung; verwundet, 1916 Nervenzusammenbruch an der Front. 1918 bis 1926 Reisender für Friseurartikel und anderes in Würzburg. Nach dem Tod des Vaters 1926 übernahm er dessen Vertretung für Kellereiartikel. NS-Regime: Im August 1934 wegen regimekritischer Äußerungen in einem Friseurgeschäft denunziert; Verwarnung. Im Januar 1938 Verhaftung wegen angeblicher Beleidigung von Polizisten; März Einstellung des Verfahrens wegen Unzurechnungsfähigkeit infolge seiner Kriegserkrankung. Juni 1938 erneute Festnahme wegen "staatsabträglicher" Äußerungen; im Oktober 1938 Freispruch durch das Amtsgericht Würzburg; wenige Tage später durch die Gestapo in das KZ Buchenwald eingewiesen. Zunächst erfolgreiche Gesuche der Schwestern, ihn bis zu seiner Emigration in einer Heil- und Pflegeanstalt unterzubringen; er kam von Juli bis Oktober 1939 zur Beobachtung in die Anstalt Reichenbach in der Oberpfalz (Kloster Reichenbach am Regen). Trotz festgestellter gesundheitlicher Besserung folgte ein erneuter "Schutzhaft"befehl, da seine Auswanderung aussichtslos sei. Ab Dezember 1939 war Ludwig Loeb Häftling im KZ Sachsenhausen und KZ Dachau; Anfang 1941 ermordet. [1016][1002][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.