Max Löwenstern (1891 - 1973)

Max Löwenstern wurde am 08.08.1891 in Grosslangheim geboren und lebte in Großlangheim, Königshofen, Kitzingen, Würzburg, Neuendorf, New York.

Seine Eltern waren Löwenstern Bernhard (um 1855–vor 1939) und Löwenstern Karoline geb. Fromm (25.01.1858).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Loewenstern Else geb. Stein, die Ehe wurde am 1923 geschlossen.

Seine Kinder waren Löwenstern Heinz (01.07.1924–?1942) und Löwenstern Lore (um 1923–26.06.1938).

Er starb am Sept. 1973, September 1973 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Weinhändler. Max Löwenstern wuchs in der Kaufmannsfamilie Bernhard und Karoline Löwenstern in der unterfränkischen Marktgemeinde Großlangheim, Landkreis Kitzingen, auf. Nach der Volksschule machte er eine kaufmännische Berufsausbildung in der unterfränkischen Kleinstadt Königshofen im Grabfeld und arbeitete dann als Angestellter in mehreren deutschen Städten. I. Weltkrieg: 1915 bis 1917 Kriegsdienst in Landau in der Pfalz; wegen eines Lungenleidens entlassen. 1919 gründete er eine Weinhandlung in Kitzingen, die er 1923 nach Würzburg verlegte: Firma "Max Löwenstern & Co."; Kellerei in der Semmelstraße 67, später im Wohnhaus Hindenburgstraße 16. NS-Regime: 1938 Schließung des Betriebs. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 4. Jan. 1939 aus dem KZ Buchenwald entlassen. Die Fenster seiner Wohnung wurden im November 1938 viermal nachts eingeworfen oder mit Bleikugeln beschossen. Vergebliche Bemühungen der Eheleute um die Emigration in die Dominikanische Republik, dann nach Kuba mit dem Ziel USA. Ab August 1939 Zwangsarbeit bei einer Baufirma in Würzburg; im Gleisbau eingesetzt. Anfang 1940 ermittelte die Gestapo-Stelle Würzburg gegen ihn, weil er, einer Denunziation zufolge, Arbeitskollegen alkoholische Getränke spendiert und Arm in Arm mit ihnen die Kantine verlassen hätte; ab 5.Januar war er in Polizeihaft (Polizeihäftling), Februar 1940 "Schutzhaft"-Befehl. Er kam für drei Monate in das Gerichtsgefängnis Würzburg; von einer KZ-Einweisung wurde wegen der bevorstehenden Auswanderung abgesehen. Ab Juni(?) 1940 kam er zur "landwirtschaftlichen Umschulung" (Hachschara) in das jüd. "Landwerk Neuendorf" bei Fürstenwalde/Spree. Er emigrierte von dort im Juni 1941 mit der Ehefrau nach New York; im Dezember 1947 erhielt er dort die Staatsbürgerschaft der USA. [1016] Quellen: -ancestry.com (World War II Draft Registration Cards, 1942; New York, Index to Petitions for Naturalization filed in New York City, 1792-1989; Social Security Death Index).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.