Emma Löwenthal geb. Steinhardt (1891 - 1944)

Emma Löwenthal geb. Steinhardt wurde am 05.03.1891 in Estenfeld geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Estenfeld, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Steinhardt Hirsch (um 1860) und Steinhardt Karolina geb. Reinhard (um 1865).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Löwenthal Leo, die Ehe wurde am 1913 in Würzburg geschlossen.

Ihr Kind war Selig Lina geb. Löwenthal (19.10.1914–09.04.2002).

Sie starb am 00.05.1944 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Emma Löwenthal wuchs in der Händlerfamilie Hirsch und Karolina Steinhardt in der unterfränkischen Gemeinde Estenfeld bei Würzburg auf; ihre Vorfahren waren dort schon um 1800 ansässig. [1023] Nach ihrer Heirat mit Leo Löwenthal 1913 lebte sie einige Jahre in Würzburg; 1914 wurde hier ihre Tochter Lina geboren. Ende 1918 zog die junge Familie in Emmas Heimatort Estenfeld, wo ihr Mann die Firma ihrer Eltern fortführte. NS-Zeit: Emma und Leo Löwenthal bemühten sich vergeblich um die Emigration in die USA zu ihrer Tochter. Im Februar 1942 beantragte der Bürgermeister von Estenfeld in zynischer Form die "Umsiedlung" des Ehepaares. Nach dem "Verkauf" ihes Anwesens im Ort, in dem zuletzt alle noch in Estenfeld verbliebenen jüd. Bürger wohnten, kamen beide im April 1942 in das "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 in Würzburg. [1078] Die "schwer herzleidende" und kaum transportfähige Emma Löwenthal wurde am 23.September 1942 mit ihrem Mann nach Theresienstadt deportiert;[1061] im Mai 1944 mit ihm ins Vernichtungslager Auschwitz. [1016][1003][1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.