Max Manders geb. Mandelbaum (1888 - 1984)

Max Manders geb. Mandelbaum wurde am 15.05.1888 in Aub geboren und lebte in Aub, Uffenheim, Marktbreit, Würzburg, Manchester, Vineland, NJ.

Seine Eltern waren Mandelbaum Klara geb. Sichel und Mandelbaum Veit (um 1850).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Manders (Mandelbaum) Else geb. Lamm, die Ehe wurde am 1919 in Wuerzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Bamberger Lotte geb. Mandelbaum (10.02.1926) und Manders Fred geb. Mandelbaum Fritz (26.05.1921–24.10.2013).

Er starb am 28.02.1984 in Vineland.

Weitere Angaben aus den Quellen: Apotheker. Max Mandelbaum stammte aus der Landwirtsfamilie Veit und Klara Mandelbaum in der unterfränkischen Kleinstadt Aub, Landkreis Würzburg. Er besuchte dort die Volksschule, dann sechs Jahre das Progymnasium in Uffenheim, ehe er eine damals noch übliche dreijährige Apothekerlehre in Marktbreit machte. Nach dem Examen und kurzer Berufspraxis folgte das Studium der Pharmazie und Chemie an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg; Mitglied der Studentenverbndung "Wirceburgia". 1911/12 Militärdienst als Einjährig-Freiwlliger in Würzburg. Max Mandelbaum arbeitete dann in verschiedenen Städten und im Ausland. I. Weltkrieg: 1914 bis 1918 Kriegsteilnehmer; EK II (Eisernes Kreuz) und andere Auszeichnungen; Oberapotheker. 1919 übernahm er die "Adler-Apotheke" in der Dominikanergasse 16 in Würzburg. Ehrenamt: Vorstandsmitglied Apothekerverein Würzburg; Kuratorium der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA. Mitglied in der "Frankenloge" (Bne Briss), Deutsche Staatspartei, Kulturbund Deutscher Juden. NS-Regime: Im Januar 1936 Verkauf der homöopathischen Abteilung; Juli 1936 Verkauf der Apotheke. Im Februar 1936 (folgenlose) Denunziation durch eine Angestellte (angeblich Devisenvergehen, NS-feindliche Äußerung). Im Novemberpogrom 1938 in "Schutzhaft" genommen; am 6. Dezember, nach der Vorlage eines Visums für Peru, aus dem KZ Buchenwald entlassen. Er emigrierte im Januar/Februar 1939 mit der Familie zunächst nach Manchester; einige Monate später weiter in die USA; Januar 1940 Überfahrt der Familie von Liverpool nach New York auf dem Schiff "Georgic". Das großzügige Familienanwesen in der Rottendorfer Straße 26 "erwarb" der mainfränkische Gauleiter Dr. Otto Hellmuth; es ist heute im Besitz der katholischen Studentenverbindung "Gothia". Max Manders starb 1984 mit 95 Jahren in seinem langjährigen Wohnort Vineland. [1016][1021] Quellen: -ancestry.com (Bavaria, Germany, WWI Personnel Rosters, 1914-1918; Germany, Index of Jews Whose German Nationality was Annulled by Nazi Regime, 1935-1944; New York, Passenger Lists, 1820-1957).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.