Rudolf (Rudi) Mayer wurde am 26.04.1903 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Frankfurt (Oder), Berlin, Ghetto Warschau, unbekannt (Holocaust), Mannheim, Augsburg, Kaisermühl. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Mayer Ernst (12.02.1871–20.12.1942) und Mayer Nanny geb. Fleischmann (27.02.1878–15.02.1944).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Mayer Margot geb. Stein.
Er verstarb in unbekannt (Holocaust).
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmännischer Angestellter. Rudolf Mayer stammte aus der Kaufmannsfamilie Ernst und Nanny Mayer in Würzburg. Er besuchte hier und in der Kleinstadt Marktbreit die Volksschuleund eine Realschule. Zu/ nach seiner Berufsausbildung trat er in das Bankhaus Herrmann in Würzburg ein und war dann Angestellter bei Banken in Mannheim und Berlin. Um 1923 bis 1929 folgte die Mitarbeit im väterlichen Textilwarengeschäft "Simon Mayer", danach war er als Reisevertreter für verschiedene Firmen tätig. NS-Regime: Mitglied zionistische Organisation Hechaluz, Jüd. Turn- und Sportverein und Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Ab 1934 Ausbildung, Arbeit in der Landwirtschaft in Ostpreußen und Bamberg zur Vorbereitung der Emigration nach Palästina. Juli 1937 Umschulungskurs im "zionistischen Praktikantenheim" in Augsburg. Er kam im September 1938 zurück nach Würzburg. 1939/40 Zwangsarbeit bei der Stadtverwaltung, Bau- und Kohlenfirmen. Im November 1939 wurde er von einem Zollbeamten in einem Friseurgeschäft wegen fehlender Ausweispapiere festgenommen und der Gestapo-Stelle Würzburg übergeben; zweitägige Haft. Im Oktober 1940 wurde Rudolf Mayer, spätestens ab 1939 mit Margot Stein aus Frankfurt an der Oder verheiratet, zur Ausbildung im nahegelegenen Hachschara-Lager in Kaisermühl freigestellt. Das junge Ehepaar wurde am 2.April 1942 von seinem letzten Wohnort Berlin ins Ghetto Warschau deportiert. [1016][1003][1064].