Alfred Meyer wurde am 24.03.1898 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Wuppertal, Düsseldorf. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Meyer Jeanette geb. Dachauer (30.10.1871–14.07.1954) und Meyer Siegmund (Salomon) (18.02.1867–04.05.1945).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Meyer Mally geb. Goldschmidt.
Er starb am 16.05.1933 in Duesseldorf.
Weitere Angaben aus den Quellen: Zahnarzt; Dr. med.dent. Alfred Meyer wuchs mit vier Geschwistern in der Kaufmannsfamilie Siegmund und Jeanette Meyer in Würzburg auf. Er besuchte hier die Jüd. Volksschule und das Realgymnasium. I. Weltkrieg: Nach dem Examen als Einjähriger meldete er sich mit 16 Jahren als Kriegsfreiwilliger; Unteroffizier, dreimal verwundet, Eisernes Kreuz II und andere Auszeichnungen. 1919 (als Angehöriger der Einwohnerwehr Würzburg?) an der Niederschlagung der Münchner Räterepublik beteiligt. Studium in Würzburg; Mitglied der jüd. Studentenverbindung "Salia" (Jüdische Studentenverbindung). Er ließ sich dann 1922 als Zahnarzt in Wuppertal-Barmen nieder. Mitglied der Loge Bne Briss dort. NS-Regime: Im März 1933 wurde seine Wohnung von Nazis demoliert, während er in Urlaub war. Er bestand nach der Rückkehr beim Polizeipräsidenten in Wuppertal auf Aufklärung und ließ sich zu seinem Schutz verhaften. Nach sechs Wochen entlassen, suchte er einen Freund in Düsseldorf auf und wurde dort sofort von vier bewaffneten Männern überfallen, misshandelt und in ein Auto geschleift und in einer SA-Unterkunft in Düsseldorf gefoltert. Seine verstümmelte Leiche wurde kurz darauf in der Bevertalsperre gefunden. Die Beerdigung mußte in aller Stille erfolgen. Gegen die ortsbekannten Mörder aus Wuppertal-Barmen wurde nichts unternommen. Seine Schwester Erna Niedermann widmete ihm Gedenkblätter für die nationale Gedenkstätte Yad Vashem. [1016][1005].