Siegmund (Salomon) Meyer (1867 - 1945)

Siegmund (Salomon) Meyer wurde am 18.02.1867 in Oberlauringen geboren und lebte in Oberlauringen, Würzburg, Haifa.

Seine Eltern waren Meyer Fanny geb. Heusinger (Heußinger) (um 1840) und Meyer Louis (um 1840).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Meyer Jeanette geb. Dachauer, die Ehe wurde am 1896 in Hollstadt(?) geschlossen.

Seine Kinder waren Meyer Edgar (07.01.1911–27.03.1970), Eltes Ruth geb. Meyer (07.01.1911), Meyer Ludwig (17.04.1905–1940, 29.05.1940), Meyer Alfred (24.03.1898–16.05.1933) und Niedermann Erna geb. Meyer (25.03.1901).

Er starb am 04.05.1945 in Haifa.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Siegmund Meyer wuchs in der Kaufmannsfamilie Louis und Fanny Meyer in der unterfränkischen Gemeinde Oberlauringen, Landkreis Schweinfurt, auf. Er zog 1895 von dort nach Würzburg und eröffnete hier eine Schuhwarenhandlung mit Laden. Das Geschäft ("Schuhhaus Meyer") befand sich zunächst am Marktplatz, später in der Schönbornstraße 2, dann Domstraße 35; 1908-1917 Filialgeschäft in der Semmelstraße 36. 1917/1918 Kriegshilfedienst in Belgien. Siegmund Meyer engagierte sich im jüd. Gemeindeleben; Mitglied der Kultusverwaltung(?); Mitglied jüd. Geselligkeitsvereine "Casino" (Casinogesellschaft), "Kegelclub Lustig". Ab 1925 Mitglied im Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold. 1932 Geschäftsaufgabe; er arbeitete dann als Handelsvertreter(?). NS-Regime: 1933/34 aus der Wohnung geworfen; er zog zum Freund Gustav David in die Schillerstraße 10. Siegmund Meyer emigrierte im August 1936 mit der Ehefrau Jeanette nach Haifa/Palästina. Auch die Kinder Erna, Edgar und Ruth konnten emigrieren. Seine Söhne Alfred und Ludwig wurden in Deutschland ermordet. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.