Heinrich Michel (1911 - 1942)

Heinrich Michel wurde am 06.10.1911 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Land Brandenburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Michel Abraham (29.03.1862–20.08.1918) und Michel Minna (Mina, Minde) geb. Widawski (11.04.1880–1941/1942).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Heinrich Michel wurde 1911 geboren und wuchs als jüngstes von vier Kindern in der Händlerfamilie Abraham und Minna Michel, geb. Widawski, in der Wolfhartsgasse 11 in Würzburg auf. Er war hier Volksschüler. Nach seiner Berufsausbildung war er kurze Zeit als Handlungsgehilfe tätig. Von 1929 bis 1932 machte er eine Schuhmacherlehre in einem Landheim bei Berlin, wo er im Juli 1932 seine Gesellenprüfung ablegte. Wahrscheinlich war er Anhänger der KPD. Heinrich Michel arbeitete in den 1930er Jahren als letzter jüdischer Schuster in Würzburg. Bis Ende 1935 war er Mitglied der Zionistischen Ortsgruppe, der zionistischen Bewegung Hechaluz und im Kulturbund Deutscher Juden Würzburg. Im Januar 1939 versuchte er vergeblich nach Shanghai zu emigrieren. [1016][1078] Am 27. November 1941 wurde Heinrich Michel zusammen mit seiner Mutter Minna vom Würzburger "Judenhaus" in der Bibrastraße 6 nach Riga ins Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. [1057][1016][1003][1005] Heinrich Michels weiteres Schicksal ist nicht näher bekannt.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.