Minna (Mina, Minde) Michel geb. Widawski (1880 - 1942)

Minna (Mina, Minde) Michel geb. Widawski wurde am 11.04.1880 in Dzialoszyn bei Kalisch geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Dzialoszyn bei Kalisch, Edelfingen, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Utitz Nache geb. Skorpa (18.03.1848–27.07.1933) und Widawski Wolf.

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Michel Abraham, die Ehe wurde am 1904 in Edelfingen geschlossen.

Ihre Kinder waren Michel, Sieber Hanna (Hanni), Hanni (Hanna) geb. Michel (01.06.1906–14.04.1942), Michel Mathilde (04.06.1905), Michel Heinrich (06.10.1911–1941/1942), Michel Josef Wolf (11.10.1909–13.06.1928) und Michel Yaakov (Jakob), Jakob (24.08.1910).

Sie starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Minna Michel wurde 1880 geboren. Sie stammte aus der ostjüdischen Händlerfamilie Wolf und Nache Widawski, geb. Skorba, in der Gemeinde Dzialoszyn bei Kalisch, Polen. Ihre Mutter Nache war wohl in zweiter Ehe mit Salomon Utitz verheiratet, mit dem sie zuletzt in Würzburg lebte. Minna heiratete 1904 den Händler Abraham Michel in Edelfingen, Baden-Württemberg, mit dem sie später nach Würzburg zog und damit eingebürgert wurde. Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes 1918 veramte die Mutter von fünf Kindern. Zwei ihrer jüngeren Söhne wurden danach in der jüdischen Erziehungsanstalt Ahlem bei Hannover untergebracht, sie selbst wurde später von der jüdischen Wohlfahrt unterstützt. Ihre Tochter Mathilde (geb. 1905, Edelfingen) konnte im Oktober 1937 in die USA, wahrscheinlich nach New York, emigrieren. Auch ihr Sohn Jakob (geb. 1910, Würzburg) konnte wahrscheinlich im Juli 1933 nach Palästina auswandern. Minna Michel musste im Dezember 1939 die Verschleppung ihrer Tochter Hanni Sieber in das KZ Ravensbrück miterleben. Wohl bald darauf musste sie die langjährige Familienwohnung in der Wolfhartsgasse 11 räumen und in ein "Judenhaus" in der Domstraße 68 1/2 ziehen. [1016][1078][1057] Am 27. November 1941 wurde sie mit ihrem jüngsten Sohn Heinrich, der 1939 noch versucht hatte nach Shanghai zu emigrieren, mit der ersten Deportation von Würzburg nach Riga in das Außenlager Jungfernhof deportiert. Dort wurde sie wahrscheinlich - nach den Angaben ihres Sohnes Jakob - 1942 ermordet. [1016][1003][1005].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.