Hertha Mühlfelder (1914 - 1943)

Hertha Mühlfelder wurde am 18.05.1914 in Berlin geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Berlin, Würzburg, Fürth, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Mühlfelder Gottfried (17.03.1882–20.11.1914) und Mühlfelder Maria geb. Fels (13.06.1887).

Sie starb am 1943 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrerin; Krankenschwester. Herthas Vater Gottfried Mühlfelder, Fabrikant von Lederwaren in Meiningen, später Berlin, starb wenige Monate nach ihrer Geburt im November 1914 als deutscher Soldat im I. Weltkrieg. Sie wuchs in Würzburg auf, der Heimatstadt ihrer Mutter Maria Mühlfelder. Hertha besuchte hier das Alte Gymnasium (Wirsberg-Gymnasium) bis zum Abitur 1933. NS-Regime: Sie studierte dann (wohl auch mangels anderer Studienmöglichkeiten) an der Isr. Lehrerbildungsanstalt ILBA Würzburg; Examen 1936. Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Danach war sie als Lehrerin an der Isr. Volks- und Realschule in der mittelfränkischen Stadt Fürth tätig. Im März 1938 kehrte sie nach Würzburg zurück; ab Juni 1938 Aushilfslehrerin in der bayerisch-schwäbischen Stadt Ichenhausen(?). Ende 1939 begann sie eine Schwesternausbildung am Isr. Krankenhaus Berlin (Jüdisches Krankenhaus Berlin), um die Emigration vorzubereiten. Ab November 1941 war sie als Praktikantin und Krankenschwester am Isr. Kranken- und Pfründnerhaus Würzburg tätig. Hertha Mühlfelders unter dem Verfolgungsdruck psychisch erkrankte Mutter wurde 1942 ein Opfer der NS-Euthanasiemorde. Sie selbst wurde, an Gelbsucht erkrankt und bettlägerig am 17.Juni 1943 vom "Judenhaus" Bibrastraße 6 mit der letzten größeren Deportation von Würzburg ins Vernichtungslager Auschwitz verschleppt. [1016][1003][1022][1078] Quellen: -Josepha Barbarics, Die Würzburger Juden im Sozialen Sektor mit Blick auf die Geschichte der Sozialen Arbeit von der Weimarer Republik bis zur Nachkriegszeit, 2013. (BA-Arbeit an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Würzburg-Schweinfurt -opus4.kobv.de).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.