Richard Müller wurde am 18.04.1884 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg.
Seine Eltern waren Müller Adolph, Dr. (15.03.1838–26.06.1896) und Müller Bertha geb. Lebrecht (04.09.1850–14.01.1914).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Müller Helene geb. Scheigele.
Sein Kind war Müller Anton (um 1915).
Er starb am 20.01.1953, um 1950 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Rechtsanwalt. Richard Müller wuchs als jüngstes Kind in der kinderreichen Weinhändlerfamilie Adolph und Bertha Müller in Würzburg auf. Nach dem Besuch eines Gymnasiums in der Stadt und seiner juristischen Ausbildung an der Julius-Maximilians-Universität Würzburg und in München sowie der Staatsprüfung(1909) ließ er sich 1910 als Anwalt in Würzburg nieder; Kanzlei in der Theaterstraße 17. Ehrenamt: Mitglied, langjähriger Vorsitzender des "Literatur-Clubs von 1895"; Mitglied, 1919 Vorsitzender der "Frankenloge" Bne Briss. Ausschuss-Mitglied im "Dallenberg-Verein" Würzburg. Er war ab 1920 Mitglied der Verwaltung der IKG Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde); zeitweise Vorsitzender der liberalen Fraktion. Verwaltungsmitglied der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung. NS-Regime: Im November 1938 nach dem Berufsverbot als Rechtsanwalt durch das NS-Regime als "jüd. Konsulent" für den Landgerichtsbezirk Würzburg zugelassen (Curt C. Silbermann). Umfangreiche Rechtsgeschäfte (Vermögens-, Devisenangelegenheiten) für die jüd. Restgemeinde, wobei er im Rahmen der geringen verbliebenen Möglichkeiten bei den NS-Behörden intervenierte. Überlebte als Partner einer "privilegierten Mischehe" und blieb als Rechtsanwalt in Würzburg. [1016] Quelle: -Reinhard Weber, Das Schicksal der jüdischen Rechtsanwälte in Bayern nach 1933, 2006, 216.