Moses Neumann wurde am 22.09.1882 in Thüngen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Thüngen, Würzburg, Raum Riga, Riga-Jungfernhof, Mittelsinn. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Neumann Lämlein (um 1850) und Neumann Rosa geb. Goldmeier (um 1860).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Neumann Malchen geb. Kahn.
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Moses (Julius Moses) Neumann wurde 1882 geboren und wuchs in der Händlerfamilie Lämlein und Rosa Neumann, geb. Gold, in der unterfränkischen Marktgemeinde Thüngen im Landkreis Main-Spessart auf. Ab etwa 1910 war er mit Malchen, geb. Kahn, verheiratet. Während des Ersten Weltkrieges war er Kriegsteilnehmer an der West- und Ostfront und bekam Ehrungen und Abzeichen verliehen. 1919/20 diente er als Freiwilliger in der Reichswehr. Das Ehepaar Neumann lebte in Mittelsinn. Nach den brutalen Ausschreitungen im Novemberpogrom 1938 flohen sie wie alle anderen jüdischen Bürger und Bürgerinnen aus dem Ort und zogen noch im November nach Würzburg. Hier starb Malchen Neumann bereits im März 1939. Moses Neumann war ab März 1939 im Sammelquartier in der Bibrastraße 6 untergebracht ("Judenhaus"). Er leistete von 1939 bis 1941 Zwangsarbeit bei verschiedenen Baufirmen in Würzburg - in der Deportationsliste wird er als Hilfsarbeiter bezeichnet. Am 27. November 1941 wurde er nach Riga ins Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. [1016][1003][1023][1057][1078] Wie viele andere Männer kam er wohl in dem extrem kalten Winter dort ums Leben oder wurde im März 1942 im Wald von Bikernieki erschossen. Weitere Quelle: StA Würzburg LRA Gemünden 2046.