Benno Nußbaum wurde am 18.02.1880 in Heßdorf geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heßdorf, Neuss, Ghetto Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Nußbaum Josef (um 1835–07.03.1918) und Nußbaum Karoline geb. Heinemann (13.03.1837–12.08.1923).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Nussbaum Sidonie geb. Oppenheimer.
Seine Kinder waren Nussbaum Walter (03.09.1914) und Nussbaum Edith (28.10.1909).
Er starb am März 1944 in Ghetto Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrer, Kantor. Benno Nußbaum wuchs in der Viehhändlerfamilie Josef und Karoline Nußbaum in der unterfränkischen Gemeinde Heßdorf, Landkreis Main-Spessart, auf. Nach seiner Ausbildung arbeitete er ab 1905 über Jahrzehnte als Kantor, Lehrer und Religionslehrer für die Jüd. Gemeinde in der Stadt Neuss, Nordrhein-Westfalen. Er betreute auch die umliegenden ländlichen Gemeinden und engagierte sich in der Jugendarbeit. 1930 wurde sein 25jähriges Dienstjubiläum mit großer öffentlicher Aufmerksamkeit gefeiert. NS-Regime: Der verheiratete Mann und Vater von zwei Kindern wurde im Novemberpogrom 1938 inhaftiert. Nach der Zerstörung der Neusser Synagoge diente seine Wohnung als religiöser Mittelpunkt der verbliebenen jüd. Einwohner. Ab Oktober 1941 in einem "Judenhaus" einquartiert, wurde das Ehepaar Nußbaum am 11.Dezember 1941 mit weiteren 23 Neusser Bürgern über Düsseldorf ins Ghetto Riga deportiert. Benno Nußbaum fungierte hier anscheinend als Ältester und Seelsorger einer "Düseldorfer Gruppe" und deren kleiner Synagoge im Ghetto. Er wurde wie seine Frau in Riga ermordet. Seine Tochter Edith wurde von Köln nach Auschwitz deportiert, nur sein Sohn Walter überlebte im amerikanischen Exil. [1016][1003][1005].