Samuel Nussbaum (1873 - 1944)

Samuel Nussbaum wurde am 02.07.1873 in Heßdorf geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Heßdorf, Höchberg, Wiesenbronn, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Nußbaum Josef (um 1835–07.03.1918) und Nußbaum Karoline geb. Heinemann (13.03.1837–12.08.1923).

Er starb am 18.04.1944 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Schneider. Samuel Nußbaum wuchs als fünftes von sieben Kindern der Viehhändlerfamilie Josef und Karoline Nußbaum in der unterfränkischen Gemeinde Heßdorf, Landkreis Main-Spessart, auf. Er machte seine Schulausbildung in Heßdorf, an der Isr. Präparandenschule in Höchberg (1887-1889) und an der Sonn- und Feiertagsschule (Berufsschule) in Wiesenbronn. Ab 1892 arbeitete er als Schneidergeselle in Würzburg; ab 1902 als Selbständiger. Mitinhaber der Firma "Samuel & Nathan Nußbaum" mit seinem jüngeren Bruder Nathan in der Augustinerstraße 17, dann in der Domstraße. Der körperbehinderte, unverheiratete Mann erhielt 1917 das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Mitglied der orthodoxen (orthodoxes Judentum) Vereinigung Agudas Jisroel. NS-Regime: Nach dem Tod seines Bruders 1935 führte Samuel Nußbaum das Herren- und Knaben-Maßgeschäft bis zum Jahresende 1938 fort. Mai 1936 (fälschliche) Denunziation wegen "Rassenschande" durch die Deutsche Arbeitsfront. Februar 1940 Gestapo-Verhör wegen Besitzes von Stoffresten; Beschlagnahme. Er musste im März 1942 seine langjährige Wohnung in der Domstraße 68 1/2 räumen ("Entmietungsgesetz") und in das "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 ziehen ("Judenhaus"). Am 23.September 1942 wurde er mit dem zweiten großen Alterstransport von Würzburg ins Theresienstadt deportiert. [1016][1003][1023][1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.