Benjamin Oberndörfer (1879 - 1943)

Benjamin Oberndörfer wurde am 16.01.1879 in Creglingen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Creglingen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Oberndörfer Jeanette, Jeanette (Schenle) geb. Weikersheimer (27.05.1837–16.12.1907) und Oberndörfer Moritz (08.10.1838–24.06.1919).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oberndörfer Jettchen geb. Finke, die Ehe wurde am ? 1905 geschlossen.

Seine Kinder waren Oberndörfer Julius (Jitzchak), Jitzchak geb. Julius (06.06.1908), Oberndörfer Jakob (08.06.1907–?vor 1982), Wohlgemuth Berta geb. Oberndörfer (10.01.1916–04.04.2003), Beth-Yaakov Tirza (urspr. Gertrud) geb. Oberndörfer (16.06.1919) und Oberndörfer, Avram(?) Jeanette geb. Oberndörfer (um 1910).

Er starb am 15.02.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Benjamin Oberndörfer stammte aus der Kaufmannsfamilie Moritz und Jeanette Oberndörfer in der Kleinstadt Creglingen im nördlichen Baden-Württemberg. Nach dem Schulbesuch in Creglingen folgte die Lehrzeit und Mitarbeit im elterlichen Geschäft, das er nach seiner Heirat um 1905 übernahm. I. Weltkrieg: Drei Jahre Kriegsdienst. Ende 1929 verlegte er seine Firma nach Würzburg ("L.J. Oberndörfer", Textilwaren im eigenen Wohnhaus Stephanstraße 7). Nach der Weltwirtschaftskrise 1932 Konkurs der Firma und Verlust des Anwesens; danach Wiedereröffnung. Er lieferte besonders an ländliche Kunden der Umgebung von Würzburg. NS-Regime: Wiederholt bei der Gestapo (Bayerische Politische Polizei) denunziert, so Ende 1934 wegen Kontakte zu "Judenfreunden" unter seinen Kunden. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; am 20.Dezember 1938 aus dem KZ Dachau entlassen. Scheiternde Emigrationsversuche nach Holland und Panama. Zwangsarbeit in Würzburg; 1940 als Leichenwäscher der Jüd. Gemeinde freigestellt (Chewra Kadischa). Benjamin Oberndörfer wurde am 23.September 1942 mit seiner Frau Jettchen aus ihrem letzten engen Quartier im "Jüd. Unterkunftsheim" Bibrastraße 6 ("Judenhaus") ins Theresienstadt deportiert. [1016][1003][1005][1023][1027][1078].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.