Jettchen Oberndörfer geb. Finke (1880 - 1944)

Jettchen Oberndörfer geb. Finke wurde am 19.05.1880 in Theilheim (Waigolshausen) geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Theilheim, Creglingen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, KZ Auschwitz. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Finke Babette geb. Weikersheimer (um 1850–um 1911) und Finke Lazarus (um 1847–April 1928).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Oberndörfer Benjamin, die Ehe wurde am ? 1905 geschlossen.

Ihre Kinder waren Oberndörfer Julius (Jitzchak), Jitzchak geb. Julius (06.06.1908), Oberndörfer Jakob (08.06.1907–?vor 1982), Wohlgemuth Berta geb. Oberndörfer (10.01.1916–04.04.2003), Beth-Yaakov Tirza (urspr. Gertrud) geb. Oberndörfer (16.06.1919) und Oberndörfer, Avram(?) Jeanette geb. Oberndörfer (um 1910).

Sie starb am 00.05.1944 in KZ Auschwitz.

Weitere Angaben aus den Quellen: Jettchen Oberndörfer stamte aus der Viehhändlerfamilie Lazarus und Babette Finke in der unterfränkischen Gemeinde Theilheim, Landkreis Schweinfurt. Sie war ab etwa 1905 mit dem Kaufmann Benjamin Oberndörfer in der Kleinstadt Creglingen, Baden-Württemberg, verheiratet. Ende 1929 zog die kinderreiche Familie nach Würzburg. Jettchen war hier beim Isr. Frauenverein (Jüdischer Frauenbund) angestellt; sie half, wie später ihr Ehemann, bei Beerdigungen und Totenwachen (Chewra Kadischa). NS-Regime: Scheiternde Emigrationsversuche; Berufsverbot, Zwangsarbeit des Mannes und Vertreibung aus der langjährigen Familienwohnung (Entmietungsgesetz). Jettchen Oberndörfer wurde am 23.September 1942 mit ihrem Mann vom "Judenhaus" Bibrastraße 6 ins Theresienstadt deportiert; im Mai 1944 wurde sie, inwischen verwitwet, ins Vernichtungslager Auschwitz transportiert. Schwester von Berta Finke und Meta Kohn in Würzburg. [1016][1003][1005][1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.