Ludwig (Louis) Oppenheim (1893 - 1938)

Ludwig (Louis) Oppenheim wurde am 17.01.1893 in Rödelsee geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Rödelsee, Bad Homburg, Ichenhausen, Remscheid, Würzburg, KZ Buchenwald. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Oppenheim Levy (Levi) (um 1855–1926) und Oppenheim Zilli (Cilly, Zierle) geb. Klein (17.07.1858–24.09.1942).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oppenheim Hedwig geb. Richnowsky, die Ehe wurde am 1925 geschlossen.

Seine Kinder waren Hopfer Margot geb. Oppenheim (02.01.1926) und Oppenheim Rolph (1929).

Er starb am 15.11.1938 in Buchenwald.

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Ludwig Oppenheim wuchs in der kinderreichen Familie Levy und Zilli Oppenheim in der unterfränkischen Gemeinde Rödelsee, Landkreis Kitzingen, auf. Nach sieben Jahre Volksschule machte er eine kaufmännische Lehre in Bad Homburg und arbeitete dann von 1909 bis 1913 als Verkäufer in Ichenhausen und Remscheid. Ab Oktober 1913 leistete er seinen Militärdienst. I. Weltkrieg: 1914-1918 Kriegsteilnehmer an der Westfront; verwundet, ausgezeichnet mit dem EK II (Eisernes Kreuz). Nach dem Krieg eröffnete er ein Textil- und Schuhwarengeschäft in Rödelsee; 1928 Übergabe an eine Schwester. Ludwig Oppenheim zog 1925, im Jahr seiner Eheschließung, nach Würzburg. Er arbeitete hier als Reisender für Textilwarenfirmen, so die Firma "Gebrüder Schiff". Mitglied im Reichsbund Jüdischer Frontsoldaten. NS-Regime: Im Herbst 1938 von einer Würzburger NSDAP-Ortsgruppe wegen "auffälliger Zusammenkünfte von Juden" in seiner Wohnung (Treffen mit Jugendbekannten aus Rödelsee) bei der Gestapo-Stelle Würzburg angezeigt. Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; nach einigen Tagen im KZ Buchenwald ermordet - vorgeblich "bei einem Fluchtversuch erschossen". [1016][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.