Samuel Oppenheimer (1916 - 1942)

Samuel Oppenheimer wurde am 03.04.1916 in Marktbreit geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Marktbreit, Leipzig, Hamburg, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Oppenheimer Clara (Klara), Clara geb. Levi (29.03.1882–1942) und Oppenheimer Bernhard (28.11.1865–17.01.1933).

Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Samuel Oppenheimer wurde 1916 geboren und wuchs in der kinderreichen Familie des Kaufmanns und Lehrers Bernhard und seiner Frau Clara Oppenheimer, geb. Levi, in der unterfränkischen Kleinstadt Marktbreit im Landkreis Kitzingen auf. [1016] Michael Schneeberger beschreibt in seinem Aufsatz "Jüdische Landgemeinden in Bayern", wie sich die Stimmung in Marktbreit spätestens ab 1933 änderte. Zur Beerdigung von Samuel Oppenheimers Vater im Januar 1933 erschien im Marktbreiter Anzeiger noch eine wertschätzende Meldung. Doch danach setzte auch in Martbreit der Exodus der jüdischen Bevölkerung ein, die versuchte sich in Sicherheit zu bringen. Noch 1928 war die SPD bei der Reichstagswahl mit 257 von 999 Stimmen die bei weitem am besten abschneidende Partei gewesen. Nur vier Jahre später erreichten die Nationalsozialisten bei der nächsten Reichstagswahl 57,6 % (vgl. Schneeberger 2011, S. 27). Nach seiner Berufsausbildung zum Buchbinder hielt Samuel sich von 1935 bis 1937 in Leipzig auf. Er kehrte wohl nach Marktbreit zurück. Zur Volkszählung im Mai 1939 wird der herzkranke junge Mann gleichzeitig unter der Adresse des Jüdischen Kranenhauses in Würzburg aufgeführt. Im Jahr darauf erholte er sich im "Jüd. Landjugend- und Erholungsheim" in Hamburg-Blankenese, bevor er im April 1940 in das Isr. Kranken- und Pfründnerhaus Dürerstraße 20 in Würzburg aufgenommen wurde. Nach scheiternden Emigrationsbemühungen mit dem Ziel USA wurde er am 27. November 1941 von Würzburg nach Riga ins Außenlager Jungfernhof deportiert. Dort oder im nahen Wald von Bikernieki wurde er 1941/42 ermordet. [1016][1003][1005][1057][1078] Anmerkung: Zum Antisemitismus in Marktbreit, s. Schneeberger, Michael: Jüdische Landgemeinden in Bayern. In: Jüdisches Leben in Bayern. Mitteilungsblatt des Landesverbandes der Israelitischen Kultusgemeinden in Bayern. Dezemer 2011, S. 22-29.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.