Bernhard Oppenheimer wurde am 28.11.1865 in Miltenberg geboren und lebte in Miltenberg, Marktbreit, Würzburg.
Seine Eltern waren Oppenheimer Abraham Löb (30.09.1829) und Oppenheimer Zilli geb. Weiß (Weis) (?02.02.1826).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Oppenheimer Clara (Klara), Clara geb. Levi.
Seine Kinder waren Oppenheimer Abraham Löb (02.06.1914) und Oppenheimer Samuel (03.04.1916–1941/1942).
Er starb am 17.01.1933 in Marktbreit.
Weitere Angaben aus den Quellen: Bernhard Oppenheimer wurde 1865 als Sohn von Abraham Löb und Zilli Oppenheimer, geb. Weiß, in Miltenberg geboren. Dort arbeitete sein Vater als Vieh- und Tuchhändler. Er hatte fünf Geschwister. [1029] Wenige Jahre vorher war die Familie erst aus Kleinheubach zugezogen. Bernhard zog für seine Ausbildung nach Würzburg und legte 1884 sein Examen an der Israelitischen Lehrerbildungsanstalt ab. Nach einigen Jahren in Obernbreit unterrichtete er zwischen 1897 und 1902 als Lehrer in Prichsenstadt [1023]. Danach zog er mit seiner Familie nach Marktbreit und verdiente sein Geld als Kaufmann. Den Lehrerberuf hatte er aufgegeben. Als gelehrter, traditionsbewusster Mann war er 25 Jahre Mitglied der Chewra Kadischa des Friedhofs Rödelsee und half fast bei allen Beerdigungen. Aus seiner ersten Ehe mit Karolina, geb. Eisenmann, hatte Bernhard Oppenheimer vier Kinder: Refael, Theodor, Jakov und Karolina. Seine zweite Frau Clara, geb. Levi, bekam zehn Kinder: Cilli, Gretel, David, Esther, Gitta, Fanny, Avraham, Mordechai Markus, Tamar Martel und Naftali. Im Januar 1933 starb Bernhard Oppenheimer nach langer Krankheit und wurde unter großer Anteilnahme in Rödelsee bestattet. Seine Frau Clara blieb in Marktbreit, wurde 1942 nach Izbica im besetzten Polen deportiert und im gleichen Jahr im Raum Lublin ermordet. [1003] weitere Quellen: Standesamt Marktbreit, Sterbeeintrag; Reuther/ Schneeberger, Nichts mehr zu sagen und nichts zu beweinen, 1994, S. 25; persönlliche Info eines Urenkels aus Israel an das Johanna-Stahl-Zentrum von 2018.