Otto Ortweiler (1894 - 1958)

Otto Ortweiler wurde am 27.12.1894 in Steinschönau geboren und lebte in Steinschönau, Eisenach, Frankfurt am Main, Mörfelden-Walldorf, Aschaffenburg, Usingen.

Seine Eltern waren Ortweiler Johanna geb. Schwabacher (16.03.1871–12.01.1943) und Ortweiler Josef (13.10.1858–04.11.1912).

Er starb am 16.12.1958 in Frankfurt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Jurist; Dr. jur. Otto Ortweiler wuchs in der Fabrikantenfamilie Josef und Johanna Ortweiler in Steinschönau in Böhmen und der sächsischen Stadt Eisenach auf. [1016] Nach seinem Abitur in Eisenach studierte er in Lausanne und Frankfurt Rechtswissenschaften. 1921 Referendariat; 1925 Assessor-Examen in Berlin. Danach war er im Staatsdienst in Frankfurt tätig; an der Jahreswende 1925/26 kurze Zeit in Aschaffenburg. [1052] NS-Regime: Der vor seiner Ehe 1928 mit der nichtjüd. Ärztin Therese Ortweiler zum protestantischen Glauben konvertierte Otto Ortweiler, inwischen Landgerichtsrat in Frankfurt, wurde 1935 nach dem "Gesetz zur Wiederherstellung des Berufsbeamtentums" entlassen, auch seine Frau und Familie wurden beruflich und privat verfolgt. Nach vielen Schwierigkeiten kehrte Otto Ortweiler 1945 mit seiner Familie in sein Haus nach Mörfelden-Walldorf zurück und nahm seinen Beruf wieder auf. Er starb 1958 in Frankfurt. [1066] Seine Mutter war 1942 von ihrer Geburtsstadt Würzburg deportiert worden.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.