Naftali (Naphtalie) Ottensoser wurde am 22.02.1852 in Oberseemen (Gedern) geboren und lebte in Ober-Seemen, Büdingen, Mellrichstadt, Burgpreppach, Würzburg.
Seine Eltern waren Ottensoser Elias (um 1825) und Ottensoser Sara geb. Adler (um 1830).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ottensoser Sara geb. Maas, die Ehe wurde am 1880 in Mellrichstadt geschlossen.
Seine Kinder waren Ottensoser Adolf, Adolph (Adolf) (04.09.1888–21.12.1951), Leib Lina (Karoline) geb. Ottensoser (05.02.1882–1941/1942), Stern Paula geb. Ottensoser (05.08.1886–16.02.1969), Ottensoser Samuel (Sally) (22.01.1883–10.10.1927) und Pauly Julie (Julia) geb. Ottensoser (22.03.1890) sowie weitere 4 Kinder.
Er starb am 30.01.1916 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Lehrer. Naftali Ottensoser wuchs in der Lehrerfamilie Elias und Sara Ottensoser in den hessischen Orten Oberseemen und Büdingen auf. Auch seine Ausbildung als Lehrer absolvierte er vermutlich in Hessen. Seine Eltern lebten ab 1877 in der unterfränkischen Stadt Mellrichstadt, Landkreis Rhön-Grabfeld. [1023] Naftali heiratete dort 1880 die Lehrerstochter Sara Maas. Die junge Familie ließ sich in der unterfränkischen Marktgemeinde Burgpreppach, Landkreis Haßberge, nieder. Naftali Ottensoser unterrichtete dort, als Nachfolger seines Schwiegervaters Samuel Maas (?), [1016] über drei Jahrzehnte an der Jüd. Volksschule Burgpreppach, zusätzlich vielleicht an der im Ort ansässigen Isr. Präparandenschule. 1912 ging er mit dem Amtstitel Hauptlehrer in den Ruhestand, den er dann mit seiner Frau Sara in Würzburg verbrachte. Mehrere ihrer neun erwachsenen Kinder lebten inzwischen in der Stadt.[1016] Naftali und Sara Ottensoser wurden im Jüd. Friedhof Höchberg beerdigt. Grabinschrift Höchberg: (hebräisch:) "der teure und treue, der vornehme Herr Naphtali/ Ottensoser aus der Heiligen Gemeinde Burgpreppach/ leider gest. in gutem Ruf 26. Schwat 676/ LFK. und begraben mit großen Ehren./ Alle seine Tage ging er auf geebneten Weg, / morgens und abends ging er in die Synagoge..." (deutsch:) "Naftali Ottensoser/ ehem. Lehrer in Burgpreppach/ geb. 22.Feb. 18.1 gest. 30. Januar 1916." Quelle: -Naftali Bar-Giora Bamberger, Der jüdische Friedhof in Höchberg, 1991, 260-261.