Ludwig Regensteiner wurde am 30.05.1875 in München geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren München, Augsburg, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Regensteiner Berta geb. Kaufmann (1854–1926) und Regensteiner Lehmann (1839–1921).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Regensteiner Bella geb. Freudenberger, die Ehe wurde am 1907 in Schweinfurt geschlossen.
Sein Kind war Regensteiner Therese (Reberg Tessa), Therese (30.01.1908–22.03.1935).
Er starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ludwig Regensteiner wuchs in der kinderreichen Weinhändlerfamilie Lehmann und Berta Regensteiner in München auf. Nach seiner Real- und Fachschulausbildung in München studierte er an der TH München. Danach trat er in die Bayerische Post- und Telegrafenverwaltung München ein. 1907 heiratete er Bella Freudenberger, mit der er die Tochter Therese bekam. Nach einiger Zeit in Augsburg wurde er 1912 an die Oberpostdirektion in Würzburg versetzt, begleitet von seiner jungen Familie. Er leitete hier das Referat Telegrafen- und Telefonbau. Ab 1923 war er wegen eines Nervenleidens im Ruhestand. Im April 1933 wurde er bei der Staatspolizei (Bayerische Politische Polizei) angezeigt, weil er 1932(!) auf den provozierenden Hitlergruß zweier Frauen mit Schimpfen reagiert hatte. Im Novemberpogrom 1938 wurde er festgenommen und war bis zum 20. November in Haft; die Wohnung der Familie wurde demoliert. Ab 1939 leistete er Zwangsarbeit bei einer Baufirma und beim Städtischen Tiefbauamt Würzburg. Zwangsweise musste er die Familienwohnung aufnehmen und wurde untergebracht im "Judenhaus" der Bibrastraße 6. Am 25. April 1942 wurden er und seine Frau nach Krasniczyn in Polen deportiert und im Raum Lublin wohl bis Herbst 1942 ermordet. Mehrere seiner fünf Geschwister wurden ebenfalls im Holocaust ermordet.