Hedwig Rein geb. Schwabacher (1882 - 1942)

Hedwig Rein geb. Schwabacher wurde am 17.04.1882 in Würzburg geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Genua, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Ihre Eltern waren Schwabacher Emil (01.09.1850–27.07.1914) und Schwabacher Fanny geb. Brüll (18.10.1859–19.11.1898).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rein Gustav, die Ehe wurde am 1910 in Genua geschlossen.

Ihr Kind war Rein Marianne Dora (02.01.1911–26.03.1942).

Sie starb am 26.03.1942 in Raum Riga.

Weitere Angaben aus den Quellen: Hedwig Rein wuchs mit ihrem älteren Bruder Josef Schwabacher in der Weinhändlerfamilie Emil und Fanny Schwabacher, geb. Brüll, in Würzburg auf. Sie war ab 1910 mit dem kaufmännischen Direktor Gustav Rein aus Regensburg in Genua, Italien, verheiratet. 1911 wurde dort ihre Tochter Marianne Rein geboren. Nach dem frühen Tod ihres Ehemannes im Jahr 1917 kehrte Hedwig Rein mit ihrer Tochter in ihre Heimatstadt Würzburg zurück. Als Miterbin von Familiengrundstücken in Heidingsfeld war ihre Existenzgrundlage gesichert. Hedwig Rein bemühte sich erfolglos um eine Emigration zu Verwandten in die USA. Sie wurde mit ihrer Tochter Marianne aus der langjährigen Familienwohnung in der Ludwigstraße 29 ausgewiesen und musste in verschiedenen "Judenhäusern" in Würzburg in beengten Verhältnissen leben. Hedwig und Marianne Rein wurden am 27. November 1941 von Würzburg nach Riga in das Außenlager Riga-Jungfernhof deportiert. [1078][1057][1016][1003] Über ihr weiteres Schicksal besteht keine Gewissheit. Allerdings deutet die ebenfalls von Würzburg nach Riga deportierte Käthe Frieß in ihrem Erinnerungsbericht, den sie nach ihrer Befreiung 1945 im Juni und Juli im Flüchtlingslager Holsbybrunn / Schweden niederschrieb, an, dass Hedwig Rein, deren Tochter Marianne mit Käthe Frieß befreundet war, am 26. März 1942 zusammen mit ihrer Tochter beim Massaker im Wald von Bikernieki ermordet wurde. Anmerkung: Zum Erinnerungsbericht von Käthe Frieß, s. Sandow, Christin: "Schießen Sie mich nieder!" Käte Frieß` Aufzeichnungen über KZ und Zwangsarbeit von 1941 bis 1945. Berlin 2017.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.