Heinz (Heinrich) Reiter wurde am 17.02.1931 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Reiter Leopold (13.02.1888–1941/1942) und Reiter Thekla geb. Schnell (05.02.1899–?08.05.1938).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Heinz Reiter wuchs mit seinem älteren Bruder Hermann in der Weinhändlerfamilie Leopold und Thekla Reiter, geb. Schnell, in Würzburg auf. Er besuchte hier die Jüd. Volks- und Berufsschule als einzige ihm verbliebene Bildungseinrichtung. Im Jahr 1938 verstarb seine Mutter Thekla. Nach 1939 wurde die Familie Reiter, zu der seit 1939 auch Heinz´ Stiefmutter Gitta gehörte, im Zuge des am 30. April 1939 erlassenen "Gesetz[es] über Mietverhältnisse mit Juden" aus der Familienwohnung Franziskanergasse 12 [1078] vertrieben und in einem "Judenhaus" (Bibrastraße 17) unter beengten Verhältnissen einquartiert. [1057] Heinz wurde mit seinem Bruder, seinem Vater, der Stiefmutter Gitta Reiter und nahen Verwandten am 27. November 1941 mit der ersten Deportation von Würzburg nach Riga ins Außenlager Jungfernhof deportiert. [1016][1003][1057][1078] In dem Erinnerungsbericht, der ebenfalls aus Würzburg nach Riga deportierten Käthe Frieß, deren Mann Georg der Lehrer der beiden Reiter-Brüder in Würzburg gewesen war, wird auch auf das Schicksal eines der beiden Reiter-Kinder hingewiesen. Frieß, die nach ihrer Befreiung 1945 im Flüchtlingslager Holsbybrunn/Schweden im Juni und Juli 1945 ihren Bericht über ihre Gefangenschaft niederschrieb und der 2017 von Christin Sandow herausgegeben wurde merkt an, dass einer der beiden Reiter-Brüder - es wird nicht klar, um welchen der beiden es sich handelt, doch wahrscheinlich ist der jüngere Heinz gemeint - nachts zur Latrine musste und dabei von einem Wachposten erschossen wurde. Der Junge wurde nachts im Schnee liegen gelassen und verblutete (vgl. Sandow, Christin, S. 31-32). Anmerkung: Zum Erinnerungsbericht von Käthe Frieß, s. Sandow, Christin: "Schießen Sie mich nieder!" Käte Frieß` Aufzeichnungen über KZ und Zwangsarbeit von 1941 bis 1945. Berlin 2017.