Bruno Riesenfeld (1899 - 1974)

Bruno Riesenfeld wurde am 27.10.1899 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Frankfurt am Main, Köln, Amsterdam, Jersey City, New York.

Seine Eltern waren Riesenfeld Alfred (27.05.1866–19.01.1936) und Riesenfeld Jenny geb. Brauer (25.03.1866–14.01.1938).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Riesenfeld Frieda (Friedl) geb. Schwabacher, die Ehe wurde am 1931 in Würzburg geschlossen.

Seine Kinder waren Riesenfeld James (17.04.1939) und Riesenfeld Ernest G. geb. Ernst Georg (26.05.1935).

Er starb am 20.08.1974 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Fabrikant. Bruno Riesenfeld wuchs als drittes von vier Kindern der Fabrikantenfamilie Alfred und Jenny Riesenfeld in Würzburg auf. Er besuchte die Volksschule in Heidingsfeld und das Alte Gymnasium (Wirsberg-Gymnasium) in Würzburg. Es folgte 1915-1917 eine kaufmännische Lehre in einem führenden Geschäft in Frankfurt. I. Weltkrieg: 1917/18 Kriegshilfsdienst in einer Nudelfabrik; Ende 1918 Kriegsteilnehmer im 9.Bayerischen Infanterieregiment Würzburg, Frontkämpfer. Er leistete noch bis Juni 1919 Militärdienst, dann als Kaufmännischer Angestellter in Frankfurt/M., im elterlichen Betrieb und in Köln in der Farbenbranche tätig. Ab 1924 Mitinhaber der Lackfabrik "H. Brauer & Co." mit dem Vater und dem Schwager Alfred Süßmann; ab 1926 Alleininhaber. Mitglied Reichsbanner Schwarz-Rot-Gold, Frankenloge (Bne Briss). NS-Regime: Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Der zeitweise unter Finanzproblemen leidende Familienbetrieb erholte sich ab 1933; im Februar 1938 hatte er elf Beschäftigte. Im März 1938 wurde die Firma unter Druck der Gestapo-Stelle Würzburg "arisiert" (Arisierung) - während der "Schutzhaft" von Bruno Riesenfeld (Mitte Januar bis Ende Mai 1938); als Anlass dienten angeblich "getarnte" Lieferungen. Im Novemberpogrom 1938 erneut festgenommen; am 21.Dezember aus dem KZ Buchenwald entlassen. Bruno Riesenfeld emigrierte im April 1939 mit seiner jungen Familie nach Amsterdam; im März 1940 weiter nach New York, [1016] Überfahrt von Rotterdam auf dem Schiff "Veendam". Die Familie lebte zunächst anscheinend in der Nachbarstadt Jersey City, später lange Zeit im New Yorker Stadtteil Flushing. Bruno und Frieda Riesenfeld wurden im Mount Zion Cemetery in wikien(Maspeth, Queens) beerdigt. Quellen: -ancestry.com (Bayerisches Hauptstaatsarchiv, Kriegsstammrollen; New York, Passenger Lists).

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.