Rosa Rindskopf geb. Lehmann (1878)

Rosa Rindskopf geb. Lehmann wurde am 11.12.1878 in Aschbach (Schlüsselfeld) geboren und lebte in Aschbach, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Deggendorf, Kiryat Ata.

Ihre Eltern waren Lehmann Amalie geb. Friedlein (um 1850–Dez. 1914) und Lehmann Meier (1914).

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Rindskopf Ignaz Isaak, die Ehe wurde am 1901 in Würzburg geschlossen.

Sie verstarb in Kiriat Ata.

Weitere Angaben aus den Quellen: Rosa Rindskopf wuchs in der Viehhändlerfamilie Maier und Amalie Lehmann in der oberfränkischen Gemeinde Aschbach auf. Ihr Vater leitete dort lange Zeit die Israelitische Kultusgemeinde; ihre Mutter stammte aus dem unterfränkischen Ort Allersheim, Landkreis Würzburg. Rosa war ab 1901 mit dem Weinhändler Ignaz Rindskopf in Würzburg verheiratet, einem führenden orthodoxen Funktionär der Kultusgemeinde Würzburg. NS-Regime: Sie war Mitglied im Jüd. Kulturbund Würzburg (Kulturbund Deutscher Juden). Nach dem Novemberpogrom 1938 Verfolgungsmaßnahmen gegen ihren Mann, Vernichtung seiner beruflichen Existenz, Vertreibung aus der Familienwohnung(?); scheiternde Emigrationsbemühungen. Das kinderlose Paar war ab September 1939 in beengten Verhältnissen im Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg untergebracht. Am 23. September 1942 wurde es ins Theresienstadt deportiert. Rosa Rindskopf musste dort Ende 1944 den Lagertod ihres Mannes erleiden. Sie selbst überlebte. Nach längerem Aufenthalt im DP-Lager in Deggendorf, Niederbayern, emigrierte sie 1948 zu Verwandten. Sie starb in der Stadt Kiryat Ata, Israel. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.