Ernst Ruschkewitz wurde am 05.11.1903 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Den Haag, Bodegraven, Lager Westerbork, KZ Blechhammer, KZ Buchenwald, Berga/Elster. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Ruschkewitz Johanna geb. Lindemann (26.03.1871–12.12.1903) und Ruschkewitz Siegmund (06.02.1871–17.10.1940).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Ruschkewitz Ruth geb. Eichenberg, die Ehe wurde am 1933 in Würzburg geschlossen.
Sein Kind war Ruschkewitz Jan Carl Albert (02.11.1936–26.10.1942).
Er starb am 31.03.1945 in Berga/Elster.
Weitere Angaben aus den Quellen: Ernst Ruschkewitz wuchs als dritter von vier Söhnen in der Kaufmannsfamilie Siegmund Ruschkewitz in Würzburg auf. Er besuchte hier die private Realschule Institut Adam. Es folgte eine kaufmännische Ausbildung und der Eintritt in das väterliche Kaufhaus Siegmund Ruschkewitz; zuletzt Geschäftsführer in der Filiale Eichhornstr. 5 ("Wohlwert", Einheitspreis GmbH). Zeitweise Aufenthalte (zur Ausbildung?) in Berlin. Ehrenamt: Aktiver Rennruderer in der Würzburger Rudergesellschaft von 1905; Mitglied in einigen jüd. Vereinen. NS-Zeit: Der ab 1933 verheiratete Ernst Ruschkewitz emigrierte im Januar 1936 mit seiner Frau nach Den Haag. [1016] Später war er anscheinend als Großhändler für Uhren und Schmuck in der Kleinstadt Bodegraven tätig. [1026] 1942 wurde er (mit seiner Frau Ruth und dem 1938 im Exil geborenen Sohn Jan) vom Sammellager Westerbork deportiert. Bei der Zwischenstation im oberschlesischen Cosel wurden seine Frau und sein Kind zum Transport ins Vernichtungslager Auschwitz selektiert. Ernst Ruschkewitz musste in den bei Cosel liegenden Außenlagern Gleiwitz und KZ Blechhammer Zwangsarbeit leisten.. Er kam im Februar 1945 nach einem Todesmarsch über das KZ Groß-Rosen und einem Bahntransport in das KZ Buchenwald und wurde wenige Wochen vor Kriegsende in einem Außenlager in Berga ermordet. [1003] Ernst Ruschkewitz schrieb in den Lagern für seine vermeintlich noch lebende Familie ein anrührendes Tagebuch, das erhalten blieb. Gedenken: Das Massengrab auf dem Baderberg in Berga/Elster soll neu gestaltet werden; jeder der ermordeten Häftlinge soll nach 75 Jahren einen Grabstein bekommen. Quele: -Zuschrift Christine Schmidt 17.09.2019.