Lia Sämann geb. Weglein wurde am 01.01.1883 in Demmelsdorf geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Demmelsdorf, Ermetzhofen, Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Sämann Simon.
Sie starb am 1942 in Raum Lublin.
Weitere Angaben aus den Quellen: Lia Sämann stammte aus der oberfränkischen Gemeinde Demmelsdorf. Sie war vielleicht mit dem langjährigen Lehrer der Gemeinde Isaak Weglein (1846-1920) verwandt. Nach 1900 war sie mit dem Kaufmann Simon Sämann in der mittelfränkischen Gemeinde Ermetzhofen verheiratet. Die in Ermetzhofen verbliebenen Juden wurden schon vor dem Novemberpogrom 1938 gezwungen, ihre Häuser zu verkaufen und wurden nach dem Pogrom aus dem Ort vertrieben. Lia und Simon Sämann zogen nach Würzburg. Sie wohnten zunächst in der Neubaustraße 32 und wurden dann im "Jüdischen Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 untergebracht ("Judenhaus"). Lia Sämann wollte zur Vorbereitung der Emigration an einem Näh- und Zuschneidekurs in der Stadt teilnehmen. Im August 1939 ersuchte sie um die Zulassung als Hausschneiderin. Am 25. April 1942 wurde sie gemeinsam mit ihrem Ehemann nach Krasniczyn in Polen deportiert und im Raum Lublin wohl bis Herbst 1942 ermordet.