Sigismund Scheidt wurde am 28.05.1869 in Kitzingen geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Kitzingen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Scheidt Jonas Louis (18.08.1841–23.03.1899) und Scheidt Therese geb. Kahn (14.06.1844–25.12.1897).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Scheidt Vera geb. Löwenthal, die Ehe wurde am 1901 geschlossen.
Er starb am 23.03.1944 in Theresienstadt.
Weitere Angaben aus den Quellen: Weinhändler. Sigismund Scheidt wuchs in der Weinhändlerfamilie Jonas und Therese Scheidt in den unterfränkischen Städten Kitzingen und Würzburg auf. Er trat nach der Volksschule und fünf Klassen Realschule in die elterliche Firma "J. L. Scheidt" ein; später Teilhaber mit dem Bruder Max Scheidt, zuletzt Inhaber (bis 1938) einer eigenen Wein-, Spirituosen- und Teegroßhandlung ("Sigismund Scheidt") im Familienanwesen in der Domerschulstraße 25. Ehrentitel: Hoflieferant. Ehrenamt: Freimaurer; Mitglied in den Logen "Zu den zwei Säulen am Stein", Würzburg und "Harmonie zur Treue", Berlin. Anhänger Deutsche Demokratische Partei. NS-Regime: Erfasst in einer Aktion gegen "einflußreiche Juden". Im November 1941 denunziert, verwarnt wegen des Verkaufs von Essigfässern. Im Dezember 1941 musste er sein ererbtes Haus in der Domerschulstraße 25 räumen, in dem die Gestapo-Stelle Würzburg dann besonders Partner aus "Mischehen" konzentrierte. Sigismund Scheidt kam mit seiner Frau Vera in das Heim Konradstraße 3 der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung Würzburg. Er verlor sein restliches Vermögen in einem "Heimeinkaufsvertrag" für Theresienstadt, für den er rund rund 80.000 Reichsmark einzahlen musste. [1016] Am 23.September 1942 wurde das kinderlose Paar Sigismund und Vera Scheidt mit der Schwägerin Selma Scheidt ins Theresienstadt deportiert. [1027][1064] Quelle: -Auskunft Ingrid Sontag, 26.08.2015.