Jakob Schiff wurde am 25.10.1885 in Oberthulba geboren und lebte in Oberthulba, Straßburg, Würzburg.
Seine Eltern waren Schiff Mayer (um 1855–?vor 1920) und Schiff Mina geb. Strauß (um 1860).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schiff Frieda geb. Kassewitz, die Ehe wurde am 1919 in Straßburg geschlossen.
Seine Kinder waren Schiff Liselotte (Lisa) (09.11.1922–?1942, 1942) und Saeman Marion geb. Schiff (11.08.1920–13.09.2013).
Er starb am 01.06.1939 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Jakob Schiff wuchs in der Familie Mayer und Mina Schiff in Oberthulba auf. Er ging schon in jungen Jahren mit seinem Bruder Adolf in die damals deutsche Stadt Straßburg, wo beide ein (Textilwaren-) Versandgeschäft ("Schiff & Cie.") führten. Im Weltkrieg war er Kriegsteilnehmer als Kraftfahrer. Ehemann von Frieda Kassewitz aus Straßburg und Vater von Marion Saeman und Liselotte Schiff. Durch die geänderten staatlichen Nachkriegsverhältnisse sah er sich zur Flucht und Geschäftsverlegung nach Würzburg (1920) veranlasst. Hier war er Teilhaber, zuletzt nach dem Ausscheiden des Bruders Adolf, Inhaber der Firma "Gebrüder Schiff" (Stoffgroßhandlung, später auch Ladenverkauf, erweitert um Schürzen und Aussteuerwaren), die an ihrem Sitz in der Dominikanergasse 10, später auch Herzogenstraße 3 bis zu zehn, meist nichtjüd. Angestellte hatte. NS-Zeit: Im Novemberpogrom 1938 wurde er festgenommen; wegen schwerer Krankheit bald entlassen; im Dezember 1938 Schließung des Geschäfts. Jakob Schiff starb 1939 mit 53 Jahren in Würzburg. Seine Frau Frieda und seine jüngere Tochter Liselotte wurden im April 1942 von Würzburg deportiert; sein Bruder Adolf mit Frau und Tochter im November 1941. [1016].