Emil Schloss wurde am 12.02.1885 in Untereisenheim (Eisenheim) geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Untereisenheim, Würzburg, Riga-Jungfernhof, Raum Riga. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schloß Karoline geb. Ramsfelder (03.06.1862–20.07.1926) und Schloß Leopold (Lehmann) (26.12.1854–um 1940).
Er starb am 1941/1942 in Raum Riga.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emil Schloss wurde 1885 geboren und wuchs in der Viehhändlerfamilie Leopold und Karoline Schloß, geb. Ramsfelder, in der unterfränkischen Gemeinde Untereisenheim, Landkreis Würzburg, auf. Emil hatte noch zwei Brüder: Isidor und Bruno. [1016] Seine Schwester Dorchen (geb. 1886, Untereisenheim) war wohl schon im Alter von drei Jahren verstorben. [1066] Er besuchte in Untereisenheim die Volks- und Fortbildungsschule Berufsschule. Danach arbeitete er im elterlichen Viehgeschäft mit, das 1901 nach Würzburg verlegt wurde; zeitweise arbeitete er auch als Metzger in Würzburg. Im Jahr 1901 zog Emils Familie nach Würzburg. Im Haushalt seines Vaters lebte bis zu ihrem Tod im Jahr 1907 noch seine Tante Fanny, die Schwester seines Vaters. Von 1906 bis 1908 leistete er seinen Militärdienst. 1914-1918 nahm er am Ersten Weltkrieg teil und bekam das Eisernes Kreuz II. Klasse und andere Auszeichnungen verliehen. Emil erlitt 1916 eine schwere Kopfverwundung und war seitdem Invalide. 1919 machte er sich als Viehaufkäufer (Unterhändler, Kommissionär) selbstständig, nachdem sein Vater über kein Betriebskapital mehr verfügte. 1937 gab er seinen Beruf auf und versorgte den greisen Vater. Im Novemberpogrom 1938 wurde Emil festgenommen und nach zwei Wochen aus dem KZ Buchenwald entlassen. Er wurde im September 1939 durch eine Zuschrift an das Hetzblatt "Der Stürmer" denunziert, weil er ein Wirtshaus besucht und Anglern am Main zugeschaut hatte, woraufhin er durch die Gestapo verwarnt wurde. Ab 1940 musste Emil Zwangsarbeit als Straßenkehrer bei der Stadt Würzburg leisten. Im Oktober 1940 wurde er aus seiner Wohnung vertrieben und im "Jüd. Unterkunftsheim" in der Bibrastraße 6 einquartiert. Der unverheiratete Mann wurde am 27. November 1941 mit der ersten Deportation von Würzburg nach Riga deportiert. [1016][1003][1057][1078] Über seine genauen Todesumstände ist weiter nichts bekannt.