Leopold (Lehmann) Schloß (1854 - 1940)

Leopold (Lehmann) Schloß wurde am 26.12.1854 in Untereisenheim (Eisenheim) geboren und lebte in Untereisenheim, Würzburg.

Seine Eltern waren Schloß Adelheid geb. Hellermann (22.09.1821–10.02.1901) und Schloss Mendel (Emanuel) (um 1797–?12.12.1876).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schloß Karoline geb. Ramsfelder, die Ehe wurde am 1884 in Schweinfurt geschlossen.

Seine Kinder waren Schloß Isidor (03.04.1890–04.11.1914), Sloss Henry B. geb. Schloß, Bruno (06.12.1891–06.02.1978) und Schloss Emil (12.02.1885–1941/1942).

Er starb am um 1940 in Würzburg.

Weitere Angaben aus den Quellen: Viehhändler; Kaufmann. Leopold ("Lehmann") Schloß stammte aus einer der schon um 1800 in der unterfränkischen Gemeinde Untereisenheim, Landkreis Würzburg, ansässigen Familien "Schloß"; sein Großvater Nathan Mendel Schloß hatte hier eine der nur sieben jüd. Matrikelstellen im Jahr 1817. [1023] (Bayerisches Judenedikt von 1813). Leopold wuchs in der kinderreichen Familie des Viehhändlers Mendel Schloß und seiner Frau Adelheid auf und lebte lange Zeit in seinem Geburtsort. 1901 zog er mit seiner Familie nach Würzburg und führte hier bis Ende 1906 ein Vieh- und Milchgeschäft. Später war er als Vermittler von Immobilien, Darlehen und Hypotheken und Kommissionär tätig. Ab 1915 "Unterhändler" beim Viehkauf. 1918 erhielt er das Bürgerrecht der Stadt Würzburg. Der ab 1926 verwitwete Mann lebte ab Anfang der 1930er Jahre im Ruhestand und wohnte bei seinem Sohn später deportierten Emil [1078]. Leopold Schloß wurde im März 1940 bettlägerig in das Isr. Kranken- und Pfründnerhaus aufgenommen und verstarb hier wohl bald darauf. [1016].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.