Eric Schloss (1912 - 1990)

Eric Schloss wurde am 28.12.1912 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Riga-Jungfernhof, New York.

Seine Eltern waren Schloß Klara geb. Saemann (11.10.1876–17.07.1943) und Schloß Simon (25.03.1871).

Er starb am 28.06.1990 in New York.

Weitere Angaben aus den Quellen: Der Weinhändler Erich Schloss (später Eric) wuchs in der Weinhändlerfamilie Simon und Klara Schloß im Elternhaus Kettengasse 12 in Würzburg auf. Er besuchte hier die Volksschule und sechs Klassen lang das Realgymnasium. Danach machte er eine Lehre in der Würzburger Zigarrenfabrik "J. G. Eisenmann & Co." (J. Mayer), die er allerdings nach der Erkrankung seines Vaters abbrach, um 1930 in die elterliche Weinhandlung "Gebrüder Schloss" einzutreten. Er führte das Geschäft nach dem Tod seines Vaters im Jahr 1936 allein weiter. Außerdem war er Mitglied in den jüdischen Jugendvereinen Frag (Freitagabend-Gemeinschaft), Bachad und der Zionistischen Ortsgruppe. Im Juni 1937 wurde er wegen einer (nicht nachweisbaren) regimekritischen Äußerung festgenommen und die Gewerbekarte entzogen. Am 18. November 1937 wurde er vom NS-Sondergericht Nürnberg wegen eines "Heimtückevergehens", das in kritischen Äußerungen über leitende Personen des Regimes bestanden hatte, zu sechs Monaten Gefängnis verurteilt, die er in Nürnberg abbüßte. Er bemühte sich nach der Entlassung um die Emigration in die USA: im August 1939 reiste er zur Einschiffung nach Holland ab, musste aber bei Kriegsausbruch zurückkehren. Erich Schloß arbeitete ab Februar 1939 als Assistent in der Beitragsstelle der Jüd. Gemeinde Würzburg (Israelitische Kultusgemeinde). Ab Juni 1941, nach deren Personalabbau, musste er Zwangsarbeit beim Städtischen Tiefbauamt leisten. Der unverheiratete Mann wurde am 27. November 1941 mit der ersten Deportation von Würzburg nach Riga deportiert. Er überlebte den Holocaust und emigrierte nach New York. [1016] 1947 heiratete er Fanny, geb. Friedmann, die aus dem unterfränkischen Ort Maßbach stammte. [1021] Er verstarb mit 77 Jahren.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.