Klara Schloß geb. Saemann (1876 - 1943)

Klara Schloß geb. Saemann wurde am 11.10.1876 in Weigenheim geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Weigenheim, Kitzingen, Würzburg, Ghetto Theresienstadt. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Schloß Simon, die Ehe wurde am 1898 in Zell bei Würzburg geschlossen.

Ihre Kinder waren Hirsch Erna geb. Schloß (22.08.1908) und Schloss Eric (28.12.1912–28.06.1990).

Sie starb am 17.07.1943 in Theresienstadt.

Weitere Angaben aus den Quellen: Prokuristin. Klara Schloß (Clara Schloss) wuchs in der mittelfränkischen Gemeinde Weigenheim in der Familie Maier und Fanni Sämann (Saemann) auf. Die kleine Jüd.Gemeinde in dem etwas abgelegenen Ort wurde schon Ende des 19.Jahrhunderts durch Ab- und Auswanderungen geschwächt, ehe sie sich 1903 auflöste. Klara war zu diesem Zeitpunkt schon in der nahen unterfränkischen Kreisstadt Kitzingen, dann ab 1900 in der Stadt Würzburg mit dem Weinhändler Simon Schloß verheiratet. Sie arbeitete in der Familienfirma "Gebrüder Schloß" (im Wohnhaus Kettengasse 12) maßgeblich mit. Nach dem Tod des Ehemannes 1936 wurde die Firma vom Sohn Erich, einem Überlebenden des Holocaust, fortgeführt; ihre Tochter Erna Hirsch war schon 1933 emigriert. Klara Schloß musste wohl spätestens 1941 ihre langjährige Wohnung in der Würzburger Altstadt verlassen und in das Jüd. Altersheim, nun auch "Judenhaus", Konradstraße 3 im Stadtteil Frauenland ziehen. Am 23.September 1942 wurde sie von dort, mit dem letzten großen Transport älterer jüdischer Bürger, über Nürnberg nach Theresienstadt deportiert; unter den Deportierten war auch ihre Cousine Meta Sämann. [1016] Klara Schloß erlag den körperlichen und seelischen Strapazen in Theresienstadt im Juli 1943. [1003][1027].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.