Emma Cohn geb. Krämer wurde am 10.09.1867 in Höchst geboren Ihre Orte des Lebens und der Verfolgung waren Höchst im Odenwald, Aschaffenburg, Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Vernichtungslager Treblinka. Sie ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Ihre Eltern waren Krämer Lösermann (22.08.1830–29.10.1910) und Krämer Karolina geb. Eschelbacher (10.08.1842–10.01.1904).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Cohn Abraham Heynemann, die Ehe wurde am 05.07.1900 in Aschaffenburg geschlossen.
Ihr Kind war Cohn Alfrieda (18.05.1901–1942).
Sie starb am 1942 in Treblinka.
Weitere Angaben aus den Quellen: Emma Cohn wurde als Emma Krämer am 10. September 1867 in Höchst im Odenwald geboren. Sie war die Tochter von Karolina Krämer, die aus Hardheim stammte, und dem Mehlhändler und Bäcker Lösermann Krämer. Emma hatte sechs Geschwister: Malchen, Moses, Regina, Leopold, Sofie und Flora. Emma war Wollwarengeschäftsbesitzerin. Mit 32 Jahren heiratete sie den drei Jahre jüngeren Kaufmann Alfred Cohn in Aschaffenburg und die beiden zogen in eine gemeinsame Wohnung im Rossmarkt 29. Alfred kam gebürtig aus Halberstadt im Harz und hatte bis er Emma kennen lernte in Hamburg gewohnt. Die bei der Hochzeit anwesenden Trauzeugen waren Emmas Vater und der in der Herstallstr. 7 wohnende Kaufmann Simon Michel. Ein Jahr nach der Heirat von Emma und Alfred wurde ihr einziges Kind, Alfriede Cohn, am 18. Mai 1901 in Aschaffenburg geboren. Alfriede war wie ihre Mutter Wollwarenhändlerin. Alfred Cohn starb in Tangermünde, es ist nicht belegt wann. Am 3. April 1942 wurde Alfriede zusammen mit ihrer Tante Flora Krämer über Würzburg nach Krasniczyn deportiert und dort ermordet. Vermutlich wurden Emmas Schwestern Regina und Sofie am 22. September 1942 über Würzburg in das Theresienstadt deportiert. Dort starb Sofie am 14. Oktober 1942. Regina Krämer wurde am 18. Mai 1944 in Auschwitz ermordet. Am 9. September 1942 wurde Emma Cohn schließlich über Würzburg in das Theresienstadt deportiert. Sie wurde am 29. September 1942 im Alter von 75 Jahren im Vernichtungslager Treblinka ermordet. In Aschaffenburg erinnert ein Stolperstein an sie.