David Schuster (1910 - 1999)

David Schuster wurde am 26.05.1910 in Brückenau geboren und lebte in Brückenau, KZ Dachau, Haifa, Würzburg, Höchberg.

Seine Eltern waren Schuster Auguste (Gusta) geb. Strauß (04.03.1877–23.02.1965) und Schuster Julius (1876–um 1960).

Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schuster Anita Susanna geb. Grünpeter, die Ehe wurde am 1953 in Haifa geschlossen.

Sein Kind war Schuster Josef Fritz (20.03.1954).

Er starb am 08.10.1999 in Würzburg.

Die Grabstätte befindet sich im "Würzburg".

Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann; Gemeindevorsitzender. David Schuster wuchs in der Kaufmannsfamilie Julius und Auguste Schuster im unterfränkischen Kurort Bad Brückenau, Kreis Bad Kissingen, auf. Nach der Volksschule dort besuchte er von 1020 bis 1924 die Oberrealschule (Röntgen-Gymnasium Würzburg), dann die Isr. Präparandenschule Höchberg bei Würzburg. Eintritt in das elterliche Geschäft. NS-Regime: 1937 mit dem Vater verhaftet; nach 15 Monaten KZ-Haft in Dachau und Buchenwald im Dezember 1938 entlassen unter der Auflage der Auswanderung. Er emigrierte wenige Tage später nach Palästina (Haifa). 1956 Rückkehr nach Würzburg. Ab 1958 war er, als Nachfolger von David Rosenbaum und Siegfried Ramsfelder, Vorsitzender der Kultusgemeinde Würzburg und Unterfranken (Israelitische Kultusgemeinde). Er engagierte sich besonders für den Neubau einer Synagoge (1970) und den Bestand des Jüd. Altersheims in Würzburg. Gründungs-, Vorstandsmitglied der Gesellschaft für christlich-jüdische Zusammenarbeit in Unterfranken. Rege Vortragstätigkeit und Veröffentlichungen zur christlich-jüd. Verständigung und zur jüd. Geschichte in Würzburg und Unterfranken. Vizepräsident des Landesverbandes der IKG in Bayern; Delegierter im Zentralrat der Juden in Deutschland. 1976-1981 (turnusgemäß ausgeschieden) Mitglied des Bayerischen Senats (Bayerischer Senat). Ehrungen: 1972 Bundesverdienstkreuz 1. Klasse, 1979 Bayerischer Verdienstorden; [1016] 1990 Ehrenbürger der Universität Würzburg. Vater von Josef Schuster, Präsident des Zentralrats der Juden in Deutschland. -David Schuster.

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.