Adolf Schwabacher wurde am 26.12.1839 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg.
Seine Eltern waren Schwabacher Amson Wolf (26.12.1811–15.11.1875) und Schwabacher Therese geb. Goldsohn (um 1815–um 1845).
Er war in 1. Ehe verheiratet mit Schwabacher Babette geb. Süßer, die Ehe wurde am 1865 geschlossen.
Seine Kinder waren Schwabacher Dora geb. Schwabacher (02.02.1881–1943, 1943-1945), Schwabacher Benno (03.03.1889–17.08.1972), Tichauer Frieda geb. Schwabacher (07.09.1875–18.06.1907), Schwabacher Amon Anton (10.10.1879–1942) und Ortweiler Paula geb. Schwabacher (14.07.1877–1960) sowie weitere 3 Kinder.
Er starb am 03.01.1924 in Würzburg.
Weitere Angaben aus den Quellen: Müller, Kaufmann; Privatier. Adolf Schwabacher wuchs in der Familie Amson und Therese Schwabacher in Würzburg auf; seine Eltern gehörten zu den frühen Mitgliedern der nach 1800 entstandenen neuen Jüd. Gemeinde der Stadt. Er erwarb 1865 mit Hilfe des Vaters die Bohnesmühle; im gleichen Jahr erhielt er die städtische Annahme als Bürger und Müller(meister) (Bürgerrecht). Bis 1906, zur Übergabe an den Sohn Wilhelm, führte er die Firma "Adolf Schwabacher" (Mühlenfabrikate, Nahrungs- und Futtermittelhandlung). Ehrenamt: 1877 Berufung zum Geschworenen. Adolf Schwabacher trat als liberaler Kommunalpolitiker hervor; ab 1897 bis Ende 1918 Ersatzmann und Mitglied des Gemeindekollegiums (Stadtrats), zuletzt für die Liste der Vereinigten Liberalen; 1906-1908 Mitglied der Einquartierungskommission. Er führte mit katholischen Vertretern des Stadtteils Pleich (Innere Pleich) lange Zeit einen politischen Stammtisch. Leitende Funktionen in der Jüd. Gemeinde; bis 1917 rund zwei Jahrzehnte Kassier der Kultusverwaltung, dann (bis 1920?) Ausschussmitglied; langjähriges Vorstandsmitglied der Isr. Kranken- und Pfründnerhausstiftung, bei deren Gründung (1884) er und sein Vater beteiligt waren. [1016].