Amon Anton Schwabacher (1879 - 1942)

Amon Anton Schwabacher wurde am 10.10.1879 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Krasniczyn, Raum Lublin. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..

Seine Eltern waren Schwabacher Adolf (26.12.1839–03.01.1924) und Schwabacher Babette geb. Süßer (17.10.1843–12.01.1922).

Er starb am 1942 in Raum Lublin.

Weitere Angaben aus den Quellen: Weinhändler. Anton (ursprünglich Amon, Amson) Schwabacher wuchs in der führenden Würzburger Kaufmannsfamilie Adolf und Babette Schwabacher auf. Er besuchte hier die Volksschule und fünf Klassen Realschule und machte dann eine Lehre in einem Mühlenbetrieb in Worms, Rheinland-Pfalz. 1898-1900 leistete er freiwilligen Militärdienst in Würzburg; Gefreiter. Er arbeitete dann als Kaufmann in den Rheinmühlenwerken Mannheim. 1902 trat er in das Würzburger Weingeschäft "A.W. Schwabacher" als Reisender ein, für das er besonders den russischen Markt betreute; um 1914 Mitinhaber. Anton Schwabacher konvertierte 1913 zur evangelischen Konfession (formal, wegen seiner russischen Geschäftskontakte?; später noch als Mitglied der Jüd. Gemeinde Würzburg geführt). I. Weltkrieg: Bei Kriegsausbruch wurde er als feindlicher Ausländer in Moskau interniert: Er flüchtete 1918 aus Orenburg/Ural in Fußmärschen nach Deutschland. Ehrenamt: 1920-1933 Mitglied in der Loge "Zwei Säulen am Stein". NS-Regime: Anton Schwabacher leitete die Familienfirma bis Dezember 1938 mit seinem Bruder Wilhelm; zuletzt wurde er von diesem unterstützt. Ab 1939 musste er Zwangsarbeit bei einer Baufirma in Würzburg leisten. Im Februar 1940 von der Gestapo-Stelle Würzburg verwarnt, weil er einen Vorabeiter gebeten hatte, die älteren Juden zu schonen. Von Juli bis Oktober 1940 nahm er zur Vorbereitung seiner geplanten Emigration an einem Beiz- und Polierkurs, dann Ergänzungskurs in den Jüd. Anlernwerkstätten München teil; anschließend war er als Polierer bei einem Schreinermeister in Würzburg tätig. [1016] Der alleinstehende Mann wurde am 25.April 1942 aus seinem Elternhaus in der Bohnesmühle nach Krasniczyn deportiert. [1056][1003].

Quelle Die Angaben stammen aus der „Biographischen Datenbank Jüdische Unterfranken“ und basieren auf überprüfbaren historischen Dokumenten, die auf dieser Seite direkt eingesehen werden können.