Johanna Schwabacher geb. Heim wurde am 15.12.1868 in Würzburg geboren und lebte in Würzburg, Ghetto Theresienstadt, Schweiz, USA.
Ihre Eltern waren Heim Heinrich (jun.) (15.12.1822–10.09.1898) und Heim Meta geb. Heim (20.05.1826–06.09.1907).
Sie war in 1. Ehe verheiratet mit Schwabacher Ludwig, die Ehe wurde am 1890 in Würzburg geschlossen.
Ihre Kinder waren Bach Sophie, Sophie (Sofie) geb. Schwabacher (03.11.1897–08.11.1984), Schwabacher Julius Ludwig (13.02.1891–21.07.1940) und Samson Frieda geb. Schwabacher (23.01.1892–23.08.1980).
Sie starb am 00.01.1963 in USA.
Weitere Angaben aus den Quellen: Privatiere. Johanna Schwabacher wuchs in der Familie des Eisenhändlers Heinrich Heim jun. und seiner Frau Meta in Würzburg auf; Schwester von Lina Stern. Johanna war ab 1890 in Würzburg verheiratet mit dem Weinhändler Ludwig Schwabacher. Mutter von Julius Schwabacher, Frieda Samson und Sophie Bach. Ab 1910 war Johanna Schwabacher verwitwet. NS-Zeit: Die Erbin von Grundstücken in Würzburg-Heidingsfeld verkaufte im Juli 1939 ihr Wohnhaus in der St.-Benedikt-Straße an die Stadt Würzburg, vermutlich unter Zwang. Im Juli 1940 musste sie die Ermordung ihres Sohnes im KZ Dachau erfahren. Nach einer Razzia gegen die Würzburger Juden im November 1940 wurde Johanna wegen des Besitzes einer goldenen Uhr und anderer Wertgegenstände zu 4 1/2 Monaten Gefängnis und 1000 Reichsmark Geldstrafe verurteilt; wegen ihrer Haftunfähigkeit ausgesetzt bei 8000 RM "Buße". Johanna Schwabacher kam dann in das Isr. Pfründnerhaus in der Dürerstraße 20. Am 23.September 1942 wurde sie nach Theresienstadt deportiert; [1061] mit dem "Heimeinkaufsvertrag" zu rund 60 000 RM wurde ihr letztes Vermögen geraubt. Johanna Schwabacher überlebte das Lager trotz ihres hohen Alters. Sie gelangte Anfang 1945 mit einem Rettungstransport (wikide(Vereinbarung Himmler–Musy)) in die Schweiz und emigrierte wohl zu ihren Töchtern in die USA. [1016] Dort 1963 verstorben.