Julius Ludwig Schwabacher wurde am 13.02.1891 in Würzburg geboren Seine Orte des Lebens und der Verfolgung waren Würzburg, Nürnberg, England, Paris, Auerbach, KZ Dachau, KZ Buchenwald. Er ist als Opfer des Holocaust dokumentiert..
Seine Eltern waren Schwabacher Johanna geb. Heim (15.12.1868–00.01.1963) und Schwabacher Ludwig (04.03.1859–13.06.1910).
Er starb am 21.07.1940 in KZ Dachau.
Weitere Angaben aus den Quellen: Kaufmann. Julius Ludwig Schwabacher wuchs in der Weinhändlerfamilie Ludwig und Johanna Schwabacher in Würzburg auf. Er besuchte hier die Volksschule und sechs Klassen Gymnasium (Mittlere Reife); es folgte eine kaufmännische Lehre bei der Firma Bing in Nürnberg. Julius arbeitete anschließend als Kaufmann, Angestellter in England, ab 1911 in Paris. I. Weltkrieg: Er kehrte bei Kriegsausbruch nach Würzburg zurück und meldete sich als Kriegsfreiwilliger. Ab 1915 Kriegsteilnehmer als Gefreiter an die Westfront; 1916/17 erlitt er Erfrierungen. Nach Kriegsende Buchhalter, dann Teilhaber einer Schuhfabrik in Würzburg. Er zog nach deren Konkurs 1925 nach Bensheim-Auerbach in Südhessen, wo er im Exportgeschäft (Hundezucht) des Vetters Josef Schwabacher mitarbeitete. NS-Zeit: Im Novemberpogrom 1938 festgenommen; nach vier Wochen aus dem KZ Buchenwald entlassen. Julius Schwabacher ging 1939 zurück zur Mutter nach Würzburg und bewirtschaftete deren kleinen Grundbesitz in der Stadt. Im Oktober 1939 mit drei Wochen Haft bestraft, weil er für die beabsichtigte Emigration nach Belgien einen Fotoapparat beschaffen wollte. Er wurde in einer zentralen Liste "der provozierend auftretenden Juden" erfasst und im Februar 1940 in "Schutzhaft" genommen (Vorwurf der "Rassenschande" mit der Vermieterin in Bensheim-Auerbach). Nach dem Scheitern der Emigrationsbemühungen (im Mai 1940 Intervention des Palästina-Amts Berlin für eine Umschulung im jüd. Landwerk Steckelsdorf) wurde von der Gestapo-Stelle Würzburg die Einweisung in ein KZ beantragt. Julius Schwabacher kam wohl am 20.Juli 1940 [1145] in das KZ Dachau; bald nach der Ankunft wurde er dort ermordet mit dem üblichen Vorwand - "bei einem Fluchtversuch erschossen". [1016].